Sicherer Umgang mit Tumormedikamenten
Tumorerkrankungen treten vor allem in Schwellen- und Entwicklungsländern immer häufiger auf. Nach Schätzungen der WHO wird sich deren Zahl dort bis 2040 verdoppeln. Dieser Anstieg hängt mit vielen Faktoren zusammen: Auf individueller Ebene spielen Ernährungsgewohnheiten oder auch das Rauchen eine wichtige Rolle. Aber auch virale Erkrankungen wie beispielsweise eine Infektion mit dem Humanen Papillom-Virus (HPV) tragen dazu bei.
Einige afrikanische Länder beginnen, ihr Gesundheitssystem auf diesen besorgniserregenden Trend vorzubereiten. In Tansania können beispielsweise immer mehr Krankenhäuser eine Chemotherapie anbieten. Doch daraus ergibt sich eine neue Herausforderung: Die Medikamente dafür sind hochgiftig. Denn sie zerstören nicht nur Tumorzellen, sondern auch gesunde Zellen. Gesundheitspersonal, das tagtäglich damit umgeht, muss sich und die Umgebung konsequent vor Kontakt und Kontamination schützen.
Difäm Weltweit unterstützt dort bereits seit Jahren an zwei Standorten die Fachpersonen, die das entsprechende Fachwissen aufbauen und die dann die Apotheker:innen im Umgang mit Tumormedikamenten schulen: am Kilimanjaro Christian Medical Centre (KCMC) in Moshi und in der Apotheke des Paediatric Oncology Department am Muhimbili National Hospital (MNH) in Dar es Salaam (Daressalam).
Nun geben diese das Fachwissen auch an andere Tumorzentren im Land weiter und fördern die Vernetzung untereinander. Denn oft werden Chemotherapie-Infusionen unter unzureichenden Arbeitsschutz- und Qualitätsbedingungen hergestellt. Sowohl der Schutz des herstellenden Personals vor den Zytostatika als auch die Sterilität der Zubereitungen müssen gewährleistet werden.
Deshalb hat Difäm Weltweit gemeinsam mit der Partnerorganisation „Apotheker Helfen“ die Entwicklung eines neuen zweiwöchigen staatlich akkreditierten Zertifikatskurses „Oncology Pharmacy“ sowie dessen Durchführung in den Jahren 2024 und 2025 unterstützt. Auch die dafür notwendige Schutzausrüstung wurde zur Verfügung gestellt.

