Dr. Immanuel Stauch, Vorsitzender des Difäm-Verwaltungsrats, sagt: „Wir sind froh, mit Herrn Prof. Dr. Krüger einen Direktor gefunden zu haben, der nicht nur ein erfahrener Mediziner ist und lange Zeit in Tansania gearbeitet hat, sondern auch die christlichen Werte teilt, die das Fundament des Deutschen Instituts für Ärztliche Mission sind.“ Prof. Dr. Carsten Krüger freut sich auf seine neue Aufgabe: „Schon seit meinem Studium war es mein Wunsch, mich für globale Gesundheitsarbeit zu engagieren. Es ist schön, dass ich beim Deutschen Institut für Ärztliche Mission und bei Difäm Weltweit meine Erfahrungen als Mediziner im deutschen und internationalen Kontext mit meiner christlichen Überzeugung verbinden kann. Denn der christlich-diakonische Auftrag war schon seit jeher Grundlage meiner Arbeit.“
Der neue Direktor hat seine berufliche Laufbahn konsequent auf die globale Gesundheitsarbeit ausgerichtet. Studium, Facharzt- und Schwerpunktausbildung sowie zahlreiche Weiterbildungen standen ganz im Zeichen globaler Gesundheit. Ergänzend absolvierte er ein Postgraduiertenstudium im Bereich International Health.
Neben seiner Chefarzttätigkeit am St. Franziskus-Hospital in Ahlen ist Prof. Dr. Carsten Krüger als außerplanmäßiger Professor an der Universität Witten/Herdecke im Bereich Globale Kindergesundheit, u.a. in Malawi, tätig. Darüber hinaus engagiert er sich als Gastdozent bei der kinderärztlichen Facharztweiterbildung an tansanischen Universitäten. Praktische Erfahrungen sammelte Prof. Dr. Carsten Krüger ebenfalls in Tansania, als er nach seiner Zeit als Assistenzarzt drei Jahre lang die Pädiatrische und Neonatologische Abteilung am Haydom Lutheran Hospital leitete. In Vorbereitung auf seinen damaligen Auslandseinsatz hospitierte Prof. Dr. Carsten Krüger bei Difäm Weltweit. „Der Kontakt ist seither nie ganz abgerissen, und ich habe die Aktivitäten dort mit Interesse verfolgt.“ Enge Berührungspunkte mit der Arbeit von Difäm Weltweit ergaben sich zudem durch sein langjähriges Engagement in der Gesellschaft für Tropenpädiatrie und Internationale Kindergesundheit, deren Vorsitzender er über viele Jahre war.
Neben der globalen Gesundheitsarbeit schätzt Prof. Dr. Carsten Krüger ebenso die lokalen Arbeitsfelder der Tropenklinik Paul-Lechler-Krankenhaus gGmbH zusammen mit dem angeschlossenen ambulanten Palliativdienst Tübinger Projekt sowie des Hospizes Tübingen. „Ich glaube, dass die Klinik mit ihrer Ausrichtung auf Geriatrie und Palliativmedizin sowie das Hospiz Tübingen unersetzlich sind“, sagt er.
Angesichts rückläufiger öffentlicher Fördermittel steht die Entwicklungszusammenarbeit zunehmend unter finanziellem Druck. Viele Nichtregierungsorganisationen sehen sich bereits heute mit deutlich eingeschränkten Handlungsspielräumen konfrontiert. Difäm Weltweit bleibt dank der stabilen Spendenbasis bisher weiterhin wirtschaftlich solide aufgestellt.
„In Ausnahmesituationen wie der aktuellen Ebola-Epidemie im Ostkongo ist Difäm Weltweit jedoch auf wesentlich mehr Spendengelder angewiesen. Unsere Partner im Osten der Demokratischen Republik Kongo leisten unter extrem schwierigen Bedingungen lebensrettende Arbeit“, betont Prof. Dr. Carsten Krüger. „Ich freue mich sehr, dass die ehemalige Difäm-Direktorin Dr. Gisela Schneider momentan in Tübingen ihre Expertise und Länderkenntnis in dieser Krisensituation einbringt. Wir stehen in engem Austausch.“
Der neue Direktor richtet seinen Blick auch auf die Zukunft und möchte die globale Gesundheitsarbeit von Difäm Weltweit stärken und weiterentwickeln. Dabei setzt er auf pragmatische Vernetzung und eine selbstbewusste christliche Identität. „Die Grundlage unserer diakonischen Arbeit, die auf den Difäm-Initiator Paul Lechler zurückgeht, macht diese Organisation so besonders, und das sollten wir durch unser Handeln stets nach außen tragen. Gleichzeitig müssen wir unsere Kräfte mit anderen Organisationen bündeln, damit unser Anliegen – Gesundheit in der Einen Welt – auch in stürmischen Zeiten auf politischer und gesellschaftlicher Ebene gehört wird.“

