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Ebola-Ausbruch im Ostkongo

Der Ebola-Ausbruch im Osten der Demokratischen Republik Kongo nimmt sehr große Ausmaße an. Dabei handelt es sich genau um die Gegend, in der unsere Partnerorganisationen arbeiten. In den Regionen Ituri und Nord-Kivu versuchen sie aktuell, eine weitere Verbreitung der oft tödlich verlaufenden Krankheit zu stoppen.
Gebäude für Triage und Isolation
Jetzt Ausbreitung eindämmen

Der Ausbruch trifft eine bereits von Konflikten, Flucht und Versorgungsengpässen geprägte Gegend. Unsere Partnerorganisationen vor Ort warnen vor einer humanitären Katastrophe und bitten dringend um schnelle Unterstützung für Schutzausrüstung, Schulungen und Aufklärung.

Das erste finanzielle Nothilfe-Paket ging bereits direkt an unsere Partnerorganisationen. Doch wir sind auf wesentlich mehr Spendengelder angewiesen, als wir zur Verfügung haben.

 

Dringend Schutzausrüstung benötigt

Die Gesundheitskräfte versorgen Erkrankte. Sie verfolgen Kontaktpersonen und richten Isolationsbereiche ein. Sie versuchen, Infektionsketten zu unterbrechen – häufig ohne selbst ausreichend geschützt zu sein. Und riskieren dabei ihr eigenes Leben.

Denn momentan fehlt es an fast allem: Schutzanzüge, Schutzbrillen, die entsprechenden Handschuhe und Masken sowie dringend benötigte Hygienematerialien sind kaum verfügbar. Immer wieder treten Ebola-Infektionen beim medizinischen Personal auf.

Dazu kommt: Die Gesundheitseinrichtungen müssen nicht nur Ebola-Erkrankte versorgen, sondern auch das normale „Tagesgeschäft“ am Laufen halten.

 

Ohne ausreichende Schutzausrüstung setzen die Gesundheitskräfte täglich ihr eigenes Leben aufs Spiel. Wir brauchen dringend Unterstützung, um weitere Infektionen auch bei unseren Mitarbeitenden zu verhindern. Wir müssen Verdachtsfälle sicher untersuchen können, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

 
Dr. Tsongo Kaki, 
Difäm Weltweit-Partner in Bunia & kirchlicher Gesundheitskoordinator

 

Klinik in Bunia jetzt im Einsatz gegen Ebola

Die Spenden der Tübinger Stadtwette 2024 haben den Erweiterungsbau der Rwankole-Klinik in Bunia ermöglicht. Jetzt steht diese Klinik im Zentrum der Hilfe und gehört zu den Einrichtungen, die unter schwierigsten Bedingungen Verdachtsfälle erkennt, Erkrankte versorgt und versucht, die Krankheit einzudämmen. Angesichts der aktuellen Krise reichen die vorhandenen Mittel aber nicht aus.

Die Region hat bereits Erfahrungen mit Ebola gesammelt. Doch die aktuelle Lage erfordert erneut schnelles und entschlossenes Handeln. Unsere Projektpartner müssen so schnell wie möglich Triage- und Isolationsbereiche aufbauen, medizinisches Personal schulen und dringend Schutzmaßnahmen verbessern. 

Krisenlage in Goma

Besonders kritisch ist die Lage derzeit in Goma. Dort wurde ein bestätigter Ebola-Fall registriert – sowie zahlreiche Verdachtsfälle, mit denen die Person Kontakt hatte. Die Inkubationszeit von bis zu drei Wochen erschwert die Nachverfolgung. 

Gleichzeitig ist die Millionenstadt mit ihren zahlreichen Flüchtlingslagern infolge der Machtübernahme durch die Rebellenbewegung M23 weitgehend vom Rest des Landes abgeschnitten. Auch der Flughafen ist außer Betrieb. Die Versorgungslage verschärft sich zusätzlich durch die Schließung der Grenze zu Ruanda. Über diesen wichtigen Grenzübergang wurden bislang Medikamente sowie Lebensmittel nach Goma gebracht. Die ruandischen Behörden begründeten die Grenzschließung mit der Sorge vor einer weiteren Ausbreitung von Ebola. „Die Kombination aus Konflikt, unterbrochenen Lieferwegen und Ebola schafft eine hochgefährliche Situation“, warnt Dr. Nelson Kambale. 

Wenn jetzt nicht schnell gehandelt wird, droht eine humanitäre Katastrophe.
 


Dr. Nelson Kambale

 

Wissen & Aufklärung sind essenziell

Um das medizinische Personal zu schulen, kommen jetzt Online-Module zum Einsatz, die Difäm Weltweit bereits für eine vorige Ebola-Epidemie entwickelt hatte. 

Neben der Ausstattung der Gesundheitseinrichtungen ist auch die Aufklärung der Bevölkerung von zentraler Bedeutung. Fehlende Informationen, Angst und Gerüchte erschweren die Eindämmung des Virus zusätzlich. Deshalb setzen die Partnerorganisationen verstärkt auf Sensibilisierungskampagnen in den betroffenen Gemeinden.

 

Jetzt zählt jede Hilfe

Mit Ihrer Spende können unsere Partnerorganisationen Folgendes tun:

• Schutzkleidung und Hygienematerial besorgen

• medizinisches Personal schulen

• Kontaktpersonen identifizieren und überwachen

• Triage- und Isolationsbereiche einrichten

• Bevölkerung aufklären

• die allgemeine medizinische Versorgung aufrechterhalten

 

Jetzt Ausbreitung stoppen

 

Ebola-Fieber

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  • Ebola ist eine ansteckende und lebensbedrohliche Infektionskrankheit.  

  • Es handelt sich um eine Zoonose. 

  • Bei der aktuellen Variante handelt es sich um den Virus-Typ Bundibugyo, für den noch kein Impfstoff existiert. 

  • Das Virus wird durch Körperkontakt und Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen.

  • Wenn Infizierte nicht sofort behandelt werden, liegt die Sterblichkeit nach Angaben des Robert-Koch-Instituts bei bis zu 90 Prozent. 

  • Das Virus löst beim Menschen hohes Fieber in Verbindung mit Blutungen (hämorrhagisches Fieber) aus.

Kontakt

Apothekerin Christine Häfele-Abah

Christine Häfele-Abah
Leitung Pharmazeutische Projekte und Beschaffung

Merrit & Peter Renz Haus
Im Rotbad 46

72076 Tübingen

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