Zum Inhalte springen

Ebola-Ausbruch im Ostkongo

Der Osten der Demokratischen Republik Kongo ist von einem Ebola-Ausbruch betroffen. In den Regionen Ituri und Nord-Kivu kämpfen unsere Partnerorganisationen darum, Menschenleben zu retten und eine weitere Verbreitung der oft tödlich verlaufenden Krankheit zu verhindern. Die Gesundheitskräfte versorgen Erkrankte, verfolgen Kontaktpersonen, richten Isolationsbereiche ein und versuchen, Infektionsketten zu unterbrechen – häufig ohne selbst ausreichend geschützt zu sein.
Karte der Provinz Ituri im Ostkongo
Jetzt Ausbreitung eindämmen

Es fehlt an fast allem: Schutzanzüge, Schutzbrillen, Handschuhe und dringend benötigte Hygienematerialien sind kaum verfügbar. Viele Gesundheitskräfte arbeiten lediglich mit einfachen chirurgischen Masken. Trotzdem geben sie nicht auf. Jeden Tag bleiben sie an der Seite der Menschen, obwohl sie dabei ihr eigenes Leben riskieren. Denn sie wissen: Wenn jetzt niemand handelt, kann sich Ebola weiter ausbreiten – mit verheerenden Folgen für die gesamte Region.

Klinik in Bunia jetzt im Einsatz gegen Ebola

Die Spenden der Tübinger Stadtwette 2024 haben den Erweiterungsbau der Rwankole-Klinik in Bunia ermöglicht. Jetzt steht diese Klinik im Zentrum der Hilfe und gehört zu den Einrichtungen, die unter schwierigsten Bedingungen Verdachtsfälle erkennt, Erkrankte versorgt und versucht, die Krankheit einzudämmen. Angesichts der aktuellen Krise reichen die vorhandenen Mittel aber längst nicht aus.

Die Region hat bereits Erfahrungen mit Ebola gesammelt. Doch die aktuelle Lage erfordert erneut schnelles und entschlossenes Handeln. Unsere Projektpartner müssen so schnell wie möglich Triage- und Isolationsbereiche aufbauen, medizinisches Personal schulen und dringend Schutzmaßnahmen verbessern. „Ohne ausreichende Schutzausrüstung setzen die Gesundheitskräfte täglich ihr Leben aufs Spiel“, erklärt Dr. Tsongo Kaki, der Leiter des kirchlichen Gesundheitswerks in Bunia. „Wir müssen jetzt handeln, um weitere Infektionen auch bei unseren Mitarbeitenden zu verhindern.“

Wissen und Aufklärung sind essenziell

Difäm Weltweit stellt dafür bewährte Online-Trainingsmodule bereit, die bereits bei den letzten Ebola-Ausbrüchen in Guinea und im Kongo eingesetzt wurden. So kann das medizinische Personal schnell geschult und wichtige Hygienestandards vermittelt werden. Die technischen Voraussetzungen dafür sind vorhanden. Was fehlt, sind finanzielle Mittel, um Schutzmaterialien und notwendige Ausrüstung bereitzustellen.

Und medizinische Hilfe allein reicht nicht aus. Viele Menschen in der Region leben in Angst und wissen nicht, wie sie sich schützen können. Gerüchte und Unsicherheit erschweren die Arbeit. Aufklärung ist deshalb entscheidend: Unsere Projektpartner informieren in den Dörfern über Ansteckungswege, Schutzmaßnahmen und frühe Symptome, damit Vertrauen entsteht und die Menschen bei Anzeichen einer Erkrankung in die Gesundheitseinrichtungen gehen. Nur so können Infektionsketten unterbrochen werden.

Krisenlage in Goma

Dramatisch ist die Situation auch in Goma. Dort wurde ein bestätigter Ebola-Fall registriert, viele Kontaktpersonen konnten bereits isoliert werden. Gleichzeitig ist die Millionenstadt durch einen bewaffneten Konflikt fast vollständig von der Außenwelt abgeschnitten. Der Flughafen ist außer Betrieb, auch die Grenze zu Ruanda wurde inzwischen geschlossen. Medikamente, Schutzmaterialien und Lebensmittel erreichen die Menschen nur noch schwer. „Die Kombination aus Konflikt, unterbrochenen Lieferwegen und Ebola schafft eine hochgefährliche Situation“, warnt Dr. Nelson Kambale. 

Wenn jetzt nicht schnell gehandelt wird, droht eine humanitäre Katastrophe.


Dr. Nelson Kambale


Jetzt zählt jede Hilfe

Ihre Spende ermöglicht unseren Projektpartnern, Folgendes zu tun:

• Schutzkleidung und Hygienematerial bereitstellen
• medizinisches Personal schulen
• Kontaktpersonen identifizieren und überwachen
• Triage- und Isolationsbereiche einrichten
• Gemeinden aufklären
• die medizinische Versorgung aufrechterhalten

Bitte helfen Sie: Damit die Erkrankten versorgt werden. Damit die Helfenden geschützt werden. Damit sich Ebola nicht weiter ausbreitet.
 
Jetzt Ausbreitung eindämmen

 

Ebola-Fieber

.

  • Ebola ist eine ansteckende und lebensbedrohliche Infektionskrankheit.  

  • Es handelt sich um eine Zoonose. 

  • Bei der aktuellen Variante handelt es sich um den Virus-Typ Bundibugyo, für den noch kein Impfstoff existiert. 

  • Das Virus wird durch Körperkontakt und Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen.

  • Wenn Infizierte nicht sofort behandelt werden, liegt die Sterblichkeit nach Angaben des Robert-Koch-Instituts bei bis zu 90 Prozent. 

  • Das Virus löst beim Menschen hohes Fieber in Verbindung mit Blutungen (hämorrhagisches Fieber) aus.

Kontakt

Apothekerin Christine Häfele-Abah

Christine Häfele-Abah
Leitung Pharmazeutische Projekte und Beschaffung

Merrit & Peter Renz Haus
Im Rotbad 46

72076 Tübingen

Zurück