Stadtwette Tübingen: Die Klinik ist fertig.
Tübingen, 16.12.2025. „Eine Wette, eine Stadt, ein Ziel.“ Unter diesem Motto hatten Ende letzten Jahres die damalige Difäm-Direktorin Dr. Gisela Schneider, Oberbürgermeister Boris Palmer und Musiker Dieter Thomas Kuhn zu Spenden für einen Klinikbau in der Demokratischen Republik Kongo aufgerufen. Über 130.000 Euro kamen zusammen. Damit konnte die Klinik nicht nur gebaut, sondern auch ausgestattet werden. Jetzt meldet Dr. Claude Idring’i, der Difäm-Partner vor Ort: Die Klinik ist fertig und Frauen mit Vaginalfisteln können schon bald besser versorgt werden.
Vor genau einem Jahr endete die Spendenkampagne mit einem Mini-Konzert von Dieter Thomas Kuhn und Philipp Feldtkeller auf dem Balkon des Tübinger Rathauses. Bereits jetzt ist die Frauenklinik fertig und kann in Betrieb genommen werden. Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer zeigt sich beeindruckt und wendet sich an die Spenderinnen und Spender: „Vor einem Jahr haben wir gemeinsam gewettet – und wir haben gemeinsam gewonnen. Dank Ihrer Spenden steht die Klinik im Ostkongo heute. Dafür möchte ich Ihnen von Herzen danken.“ Für Frauen mit Vaginalfisteln ist die Fertigstellung der Klinik eine gute Nachricht, denn ihnen kann jetzt noch besser geholfen werden. Aufgrund der vielen Geburten ohne medizinische Begleitung und der im Bürgerkrieg systematisch eingesetzten sexualisierten Gewalt sind Fisteln in der Demokratischen Republik Kongo vergleichsweise häufig anzutreffen. Sie bringen großes Leid über die Frauen, da meist Inkontinenz und in der Folge Ausgrenzung und Diskriminierung die Krankheit begleiten. „Seit Jahren unterstützt Difäm Weltweit das Rwankole-Krankenhaus, damit Dr. Claude Idring’i und sein Team betroffenen Frauen durch eine komplizierte Operation und eine umfassende begleitende Betreuung helfen können“, berichtet Difäm-Gesundheitsreferentin Ute Papkalla. Doch das Rwankole-Krankenhaus in der Stadt Bunia platzte aus allen Nähten. „Deshalb suchten wir nach Möglichkeiten, einen Erweiterungsbau zu finanzieren und kamen auf die Idee mit der Stadtwette“, so Papkalla. Für die Arbeit von Dr. Claude Idring’i ist der Neubau eine große Erleichterung. Er schrieb an Difäm Weltweit: „Mit der neuen Klinik können wir vielen Frauen nach extremer sexualisierter Gewalt helfen, ihnen Hoffnung schenken und ihnen ihre Würde zurückgeben.“
Spenden für Operationen
Im Namen von Dr. Claude Idring’i und den vielen Frauen, denen der Start in ein neues Leben ermöglicht wird, sagt Difäm Weltweit Danke! Das Engagement und die Nächstenliebe, die alle Spenderinnen und Spender mit ihren Beiträgen gezeigt haben, ist großartig. Und gleichzeitig bitten wir: Spenden Sie weiter. Die wenigsten Frauen können die Kosten für die Operation selbst tragen. Damit sie überhaupt wissen, dass ihnen geholfen werden kann, fährt das Rwankole-Team in die entlegensten Gemeinden, um zu informieren. Deshalb freut sich Difäm Weltweit über jede Unterstützung: www.tuebingen-wettet.de
Rückblick
Es war wie bei der Fernseh-Show „Wetten, dass..?“ Die frühere Difäm-Direktorin Dr. Gisela Schneider, Oberbürgermeister Boris Palmer und Musiker Dieter Thomas Kuhn wetteten, dass für den Bau einer Frauenklinik am Rwankole-Krankenhaus in Bunia innerhalb weniger Wochen für jeden Tübinger und jede Tübingerin ein Euro an Spenden zusammenkommen – insgesamt 91.000 Euro. Sollte das Ziel erreicht werden, versprachen Dieter Thomas Kuhn und sein Bandkollege Philipp Feldtkeller, ein kleines Konzert auf dem Tübinger Marktplatz zu geben. Die Tübingerinnen und Tübinger sowie Spenderinnen und Spender aus der ganzen Region ließen sich nicht lumpen und steckten insgesamt rund 130.000 Euro in die echten und virtuellen Spendendosen. Genug, dass die Klinik nicht nur gebaut, sondern auch ausgestattet werden konnte. Die Kampagne war also ein großer Erfolg, der mit einem kleinen Konzert von Dieter Thomas Kuhn auf dem Tübinger Rathausbalkon gekrönt wurde.

