Wie kann Gesundheitsversorgung im Kongo gelingen?

Wo Gewalt, Misstrauen und schwache Gesundheitssysteme aufeinandertreffen, da kann es nicht gelingen, eine Ebola-Epidemie einzudämmen. Bei seinem Besuch in Tübingen im Juni berichtete der Friedensnobelpreisträger Dr. Denis Mukwege von der anhaltenden Gewalt in seiner Heimat: „Sexualisierte Gewalt gegen Frauen wird im Kongo als Kriegswaffe eingesetzt, um Zugang zu Rohstoffen zu erlangen.“ Doch nicht nur diese unbeschreibliche Brutalität, auch die allgemein schlechte Gesundheitsversorgung ist ein großes Problem im Ostkongo.

Und so erreichen uns im Difäm jeden Tag Meldungen über neue Ebola-Fälle und Berichte über die schlechte Versorgung der zahllosen Binnenflüchtlinge. In den letzten Wochen waren allein in der Region Ituri 400.000 Menschen auf der Flucht.

WAS KÖNNEN WIR TUN?
„Wir brauchen eure Solidarität“, sagt Denis Mukwege. „Unterstützt uns in dem, was vor Ort getan werden kann.“ Neben dem Ausbau lokaler Gesundheitssysteme ist das derzeit vor allem die akute Nothilfe in den Flüchtlingslagern der Stadt Bunia. Unsere Partnerin Rose Mumbere und ihre Mitarbeiter*innen von der Krankenversicherung MUSACA unterstützen die Flüchtlinge dort nach Kräften.

Ebola ist in diesem Kontext eine massive Bedrohung, die ganz nah ist. Kaum auszudenken, was passiert, wenn sich die Infektionskrankheit unter den Geflüchteten ausbreitet. MUSACA schafft Zugang zu sauberem Wasser, sorgt für Möglichkeiten zum Hände waschen – eine wichtige Maßnahme zur Vorbeugung von Ebola – und stellt medizinische Erstversorgung sicher oder ist einfach da, um zuzuhören, wenn Frauen ihre Geschichte erzählen wollen und jemanden brauchen, der zuhören kann.

Das wollen wir unterstützen mit Ihrer Hilfe. Neben allen Soforthilfe-Maßnahmen vergessen wir aber auch die langfristigen Aufgaben nicht. Kirchliche Gesundheitseinrichtungen sind wichtige Anlaufstellen in dieser Region. Sie gut auszustatten und die Mitarbeitenden fortzubilden, ihnen Mut zu machen und sie in ihrem Einsatz zu bestärken, ist uns ein wichtiges Anliegen. Gerade in schwierigen Zeiten stehen wir an der Seite unserer Partner im Kongo, denn Dr. Denis Mukwege, Rose Mumbere und viele andere brauchen diese Unterstützung. Wir wollen sie nicht alleine lassen im Kampf um Gerechtigkeit und eine gute Gesundheitsversorgung für die leidgeprüfte Bevölkerung.

Schwangerenvorsorge und sichere Entbindungen auch in Flüchtlingslagern (im Kongo ist die Müttersterblichkeit 100x höher als in Deutschland), die Versorgung mit qualitativ hochwertigen Medikamenten, regelmäßige Untersuchungen und Impfungen für Kleinkinder aber auch Aufklärung zu Hygiene oder zum Schutz vor Malaria, HIV-Infektionen oder Ebola, das alles sind wichtige Aspekte der Gesundheitsversorgung im Kongo. Besonderen Augenmerk legen wir dabei auf die Aus- und Weiterbildung von Ärzt*innen, Geburtshelfer*innen und Pflegepersonal sowie auf die Ausstattung von Gesundheitseinrichtungen.

HELFEN SIE MIT IHRER SPENDE
- damit Menschen, die in einem Krankenhaus oder einer Gesundheitsstation medizinische Hilfe suchen, dort schnell die notwendige Unterstützung erhalten können.

Ihre Spende hilft, dass Menschen in der Krisenregion Ostkongo medizinisch versorgt werden können!

30 Euro kostet ein Blutdruckmessgerät für eine Gesundheitsstation oder die Tests und Behandlung für fünf Kinder mit Malaria.

80 Euro brauchen wir, um eine Babywaage für die Gewichtskontrolle bei Neugeborenen zu beschaffen oder eine Gesundheitsstation mit einem einfachen
Händewaschsystem auszurüsten.

250 Euro ermöglichen den Kauf einer leistungsstarken Solarlampe, mit der ein Kreißsaal bei nächtlichen Entbindungen beleuchtet werden kann.

420 Euro brauchen wir, um ein kleines Ultraschallgerät anzuschaffen, mit dem die Herztöne eines Ungeborenen kontrolliert werden können.


Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Spendenkonto
Evangelische Bank eG
IBAN: DE36 5206 0410 0000 4066 60
BIC GENODEF1EK1
Stichwort: Kongo

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