Gesundheit für Mütter und Kinder

Als Bernadette Kolié an ihrem neuen Arbeitsplatz in einem Dorf im Süden von Guinea ankam, gab es in der Gesundheitsstation kein Krankenbett, keinen Strom, kein fließendes Wasser, nicht einmal eine Schere, nur ein kaputtes Fieberthermometer. Die junge Krankenschwester sollte Geburten auf einer Decke auf dem Boden durchführen.

Aber die Tatsache war: Seit der Ebola-Epidemie kamen viele Frauen gar nicht erst, nicht einmal zur Vorsorge. Sie bekamen ihre Kinder in ihren Hütten, ohne medizinische Begleitung. "Seit Ebola hatte niemand mehr Vertrauen in unsere Gesundheitsversorgung", erinnert Bernadette. Auch die traditionellen Geburtshelferinnen mieden die Station. Allein in Guinea verloren über 6.000 Kinder Vater, Mutter oder beide Eltern durch das Virus. Die Gesundheitssysteme in Westafrika waren völlig überfordert.

Erste Schritte zu Vertrauen und Zusammenhalt
Um das Vertrauen der Bevölkerung wieder aufzubauen und die Gesundheitsversorgung zu verbessern, baute das Difäm gemeinsam mit Partnern vor Ort ein Projekt in der Region auf. "Uns an der Basis in den Kliniken und Gesundheitsstationen fehlte es an allem und sie halfen uns mit der Ausstattung", erzählt Bernadette. "Ich bekam eine kleine Solaranlage aufs Dach und hatte endlich auch nach Sonnenuntergang Licht für Behandlungen und Geburten."

Als sie ein neues Entbindungsbett erhielt, kamen auch die traditionellen Geburtshelferinnen aus dem Dorf zu ihr. "Sie sahen, dass wir etwas für die Gesundheit der Schwangeren tun können. Heute schicken sie die Frauen zu Vorsorgeterminen und zur Entbindung zu mir. Ich erkenne Komplikationen und kann sie schnell in die Klinik überweisen." Auch die anderen Dorfbewohner kommen wieder zur Behandlung in die Station und arbeiten mit Bernadette zusammen daran, ihre Gesundheitssituation zu verbessern. 

Die Geschichte von Bernadette Kolié und die Situation in Guinea sind beispielhaft für viele Länder Afrikas. Viele Gesundheitsmitarbeitende wie Bernadette haben ein großes Herz, aber zu wenige Mittel. Die staatlichen Strukturen reichen in ihren Ländern nicht aus. Das Difäm unterstützt lokale Partner dabei, die Gesundheitsversorgung vor Ort nachhaltig zu verbessern. Nachdem in Guinea nach Ebola vor allem Maßnahmen zur Förderung  der Hygiene im Vordergrund standen, ist ein Schwerpunkt unserer Arbeit jetzt, Schwangeren eine sichere Geburt und Kindern eine gesunde Zukunft zu ermöglichen.

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