Dorfbewohner nehmen ihre Gesundheit in die Hand

Dorfbewohner präsentieren die Maßnahmen zur Verbesserung ihrer Gesundheit

Den Ntchisi Distrikt in Malawi erreicht man nur über schmale, staubige Straßen. Der Weg führt vorbei an vielen kleinen Dörfern, in denen oft an der Straße Tabak getrocknet wird. In zwölf Dörfern im Einzugsgebiet der Gesundheitszentren Malambo und Chintembwe im Ntchisi Distrikt haben die Menschen ihre Gesundheitssituation analysiert und gemeinsam überlegt, wie sie selbst zur Verbesserung beitragen können. Zusammen mit medizinischen Fachkräften führten sie hierfür Hausbesuche und Dorfversammlungen durch. Dabei schauten sie nicht, wie früher, nach den Mängeln in ihrer Gemeinde, sondern auf die Stärken der Einwohner: Was hält uns gesund und welche Ressourcen für Gesundheit haben wir?

Schritte zur Verbesserung der Hygiene
In den Dorfgemeinschaften und geschulten Dorfgesundheitskomitees wurden daraufhin Themen wir Hygiene, Gesundheit, die richtige Ernährung und die Versorgung mit sauberem Wasser diskutiert und aktiv angegangen:

  • Zur Verbesserung der Sanitärversorgung bauen die Dorfbewohner regenbeständige Toiletten und Abfallgruben mit lokal verfügbaren Baumaterialien: „Damit unsere Kinder gesünder aufwachsen und wir weniger mit Durchfall und Mangelernährung kämpfen müssen". Auch Vorrichtungen zum Waschen der Hände und Ständer zum Trocknen des Geschirrs wurden errichtet. 
  • Für die medizinische Versorgung in den Dörfern werden  Gesundheitsposten gebaut, in denen Kranke rund um die Uhr behandelt werden.

Das Difäm unterstützt diese Anstrengungen durch Beratung und finanzielle Unterstützung. Neben der Förderung der Eigeninitiative geht es in diesem Projekt auch darum, den Menschen eine Stimme bei den Gesundheitszentren und den Entscheidungsträgern auf Distrikt-Ebene zu verschaffen, um von dort Unterstützung zu erhalten.

Hilfe für Schwangere
Das ASSET-Projekt nimmt auch die Arbeit der beiden Gesundheitszentren im Ntchisi-Distrikt in Malawi in den Blick. Sowohl die presbyterianische Einrichtung in Chinthembwe als auch die katholische in Malambo bieten medizinische Versorgung an. Viele Menschen können die Behandlungsgebühren jedoch nicht aufbringen. Doch auch die kostenlosen Leistungen in der Geburtshilfe wie  Schwangerenvorsorge und Entbindung werden von vielen Frauen nicht in Anspruch genommen, weil die Wege zu den Gesundheitszentren oft zu weit und vor allem für Schwangere vor der Geburt zu beschwerlich sind.

Um die Zahl der medizinisch begleiteten Geburten zu erhöhen, wurde mit Hilfe der Dorfbewohner bei einem der Gesundheitszentren ein Gebäude gebaut, indem die Schwangeren einige Tage vor dem Geburtstermin wohnen und sich verpflegen können. Frauen, die von weit her kommen, sollen so zu einer Entbindung im Gesundheitszentrum ermutigt werden.

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