Vorläufer und Hintergründe zum Projekt

Im Herbst 2014 startete das gemeinsame Projekt „Kirchengemeinde und Depression“ des Difäm und des Lehrstuhls Praktische Theologie III der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Tübingen. Zwei Jahre lang wurden die gesundheitsfördernden Angebote in Kirchengemeinden für Menschen mit depressiven Störungen dokumentiert, die nun in interessierten Kirchengemeinden entsprechend ausgebaut werden.

Thema Depression ins Gemeindeleben integrieren
In einer ersten Phase des Projekts wurden die gesundheitsbezogenen Ressourcen der Kirchengemeinden des Bezirks Tübingen dokumentiert: In vielen Gemeinden gibt es ein breites Angebot an professionellen und ehrenamtlichen Hilfsangeboten für Menschen in Not- und Krisensituationen. Diese bereits vorhandenen Strukturen sind wichtige Anknüpfungspunkte, um das Thema Depression durch Aufklärung, Schulungen und neue Initiativen ins Gemeindeleben zu integrieren.

In fünf Gemeinden wurden so Angebote durchgeführt, um haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende als Multiplikatoren für das Thema Depression zu sensibilisieren. Dieses Angebot reichte von thematischen Gottesdiensten, über Fachvorträge (auch in Gemeindegruppen), Bibelarbeiten, sowie Einheiten im Konfirmandenunterricht bis hin zu Schulungen in motivierender und seelsorgerlicher Gesprächsführung für Ehrenamtliche.

Veröffentlichte Ergebnisse
Die Ergebnisse dieser Arbeit wurden evaluiert und im Buch "Menschen mit Depressionen. Orientierung und Impulse für die Praxis in Kirchengemeinden", herausgegeben von Prof. Dr. Birgit Weyel, Theologische Fakultät Tübingen und Difäm-Referentin Dr. Beate Jakob, veröffentlicht.

Empfehlung durch die EKD an andere Gemeinden
Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) empfahl das Depressionsprojekt zur Nachahmung in weiteren Kirchengemeinden. Denn Seelsorge sei die „Muttersprache der Kirche“. Die Erfahrungen des Modellprojekts zum Thema Depression werden nun entsprechend in dem neuen gemeinsamen Projekt des Difäm und der evangelischen Gesellschaft (eva) Stuttgart genutzt, um in weiteren Kirchengemeinden, diesmal auch im Kreis Stuttgart, seelische Gesundheit zu fördern.

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