Medizinische Koordination im Kongo

Zerstörte Gesundheitsstationen und einheimische Fachkräfte, die aufgrund schwieriger Arbeitsbedingungen und mangelnder Bezahlung in andere Länder abwandern - Wie baut man in einer instabilen und traumatisierten Krisenregion eine nachhaltige Gesundheitsversorgung auf? Ein fünfköpfiges Team koordiniert als Département des Oeuvres Médicales (DOM) die medizinische Arbeit der protestantischen Kirchen im Süd Kivu und setzt Zeichen der Hoffnung im Ostkongo.

Medizinische Koordination

Wegen der unzureichenden staatlichen Gesundheitsversorgung wird im Kongo rund 70 Prozent der Gesundheitsversorgung von den Kirchen übernommen. Seit vielen Jahren unterstützt das Difäm die medizinische Arbeit der Eglise du Christ au Congo (ECC), die fast drei Viertel der Gesundheitsfürsorge im Ost-Kongo übernimmt. Die Dachorganisation der protestantischen Kirchen in der Region Süd Kivu koordiniert über das Team von DOM die medizinische Arbeit ihrer Mitgliedskirchen. Dabei ist sie verantwortlich für insgesamt 328 Gesundheitseinrichtungen: Acht große Krankenhäuser, darunter das Universitätskrankenhaus Panzi-Hospital, und 23 kleinere Kliniken, 204 Gesundheitszentren, 93 Gesundheitsposten sowie eine Zentralapotheke. Sechs dazugehörige Krankenpflegeschulen nehmen pro Jahr im Durchschnitt 900 Schülerinnen und Schüler auf. Die medizinische Arbeit der ECC ist für die Basisversorgung der Bevölkerung in der Region mit  über 4.6 Millionen Menschen eine wichtige Ergänzung zu staatlichen Gesundheitsstrukturen.

Wiederaufbau und Qualitätsverbesserung

Die kirchlichen Gesundheitsdienste und die medizinische Arbeit der ECC werden von dem Koordinationsbüro Département des Oeuvres Médicales (DOM) in Bukavu geleitet. Das fünf-köpfige Team nimmt die Supervision der genannten Gesundheitsinstitutionen wahr und unterstützt die verschiedenen Zentren bei der Qualitätsverbesserung. Daneben ist das Team für die Aus- und Weiterbildung von medizinischem Personal, die Finanzierung der laufenden medizinischen Versorgung sowie die Versorgung mit essentiellen Medikamenten und Verbrauchsmaterialien sowie den Wiederaufbau zerstörter Gebäude verantwortlich. Denn viele Zentren sind während des Krieges völlig heruntergekommen.

Workshops und Supervisionen

Wir unterstützen die medizinische Koordination der ECC seit mehr als zehn Jahren. Wir finanzieren das Gehalt des Koordinators und ermöglichen Workshops und Supervisionen. Die Arzneimittelhilfe  hat der ECC in den vergangenen Jahren immer wieder Medikamente und HIV-Tests zur Verfügung gestellt. Es ist ein langer Weg, Gesundheitsversorgung in abgelegenen Regionen und inmitten politischer Instabilität aufzubauen. Viele junge Kongolesen sind aber bereit, sich dafür einzusetzen und wir wollen sie dabei unterstützen.  

 

Wie Sie helfen können:

Menschen eine gute Versorgung ermöglichen An vielen Orten finanzieren wir die Ausstattung von Gesundheitsstationen. Es fehlt an Betten, Stühlen, Matratzen, medizinischen Geräten und lebenswichtigen Medikamenten.
90 Euro kostet ein Krankenhausbett.

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