Medikamente für Menschen in Liberia

Im ländlichen Norden von Liberia sind Medikamente durch die beschwerlichen Transportwege oft sehr teuer, die Auswahl der verfügbaren Arzneimittel ist durch Lieferengpässe begrenzt und die Qualität der angebotenen Medikamente oft mangelhaft. Das Difäm hat deshalb mit einem lokalen Partner eine Zentralapotheke in Gbarnga nahe an der Grenze zu Guinea aufgebaut.

Für bessere Medikamentenversorgung

Die neue Zentralapotheke im abgelegenen Norden Liberias soll als Medikamentendepot für alle Kliniken und Krankenhäuser in den umliegenden Regionen funktionieren. Das regelmäßige Angebot der Apotheke hängt davon ab, was in der Region benötigt wird, sagt William Togba, Leiter der Zentralapotheke. Wobei es hauptsächlich um den Verkauf von Arzneimitteln gegen Infektionskrankheiten und Malariaprophylaxe geht.

Regelmäßig kommt der Truck des lokalen Difäm-Partners aus Monrovia mit den notwendigen Arzneimitteln. Die Regale in der Lagerhalle sind voll. Und die Lagerbedingungen sind ideal: Ein Generator treibt die Kühlaggregate an, die die Halle trotz einer Umgebungstemperatur von mehr als 30 Grad im Schatten auf „medikamentenfreundliche“ Temperaturen abkühlen. Insgesamt profitieren davon 1,5 Millionen Menschen in den umliegenden Landesteilen.

Schulungen für Wissen rund um Medikamente

Da es in der Region kaum pharmazeutisch qualifiziertes Personal gibt, werden die Apotheken in den umliegenden Krankenhäuern oft von kurz angelernten Krankenschwestern oder Hilfskräften geführt. Für diese Personen, die auch für die Medikamentenausgabe der Einrichtungen zuständig sind, werden Schulungen in Arzneimittelmanagement durchgeführt. Dazu gehören die Wirkungsweise der Medikamente, aber auch die Organisation von Bestellungen und Materialeinkäufen, die Lagerung und Ausgabe von Medikamenten sowie das Protokollieren der Finanzen.

Zusammenarbeit mit lokalem Partner

Bei den Projekten arbeitet das Difäm eng mit dem Christlichen Gesundheitsnetzwerk in Liberia (Christian Health Association of Liberia) zusammen. Ziel der Zusammenarbeit ist der Aufbau eines nachhaltigen Gesundheitssystems im Land. Das Christliche Gesundheitsnetzwerk arbeitet ähnlich wie das Diakonische Werk und ergänzt das staatliche Gesundheitssystem. Beispielsweise unterstützt es seine 66 christlichen Mitgliedseinrichtungen im ganzen Land durch den Aufbau von Fachexpertise, der Verbesserung der Medikamentenversorgung und enge fachliche Begleitung der Projekte.

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