Krankenpflegeschüler klären auf

Unterricht an der Krankenpflegeschule

Viele Mädchen im Kongo brechen ihre Schulausbildung ab, weil sie ungewollt schwanger werden. Das Difäm unterstützt in Nebobongo, im Osten des Landes, die Ausbildung von Krankenpflegeschülern, die in umliegenden Schulen über die Pubertät aufklären.

Heikles Thema mutig ansprechen

Wegen Scham, übler Nachrede, Stress mit Familien brechen viele Mädchen im Kongo ihre Schulausbildung ab, wenn sie schwanger sind. Oder sie werden einfach von der Schule gewiesen. "Das eigentliche Problem ist aber Unwissenheit", sagt Jean-Paul von der Krankenpflegeschule in Nebobongo, einem abgelegenen Ort mitten im kongolesischen Urwald. Deswegen gehen seine Schüler, die das Difäm während ihrer Ausbildung unterstützt und berät, in umliegende Schulen und klären auf. Dabei geht es um Schutz vor HIV und ungewollter Schwangerschaft, aber auch um ein selbst bestimmtes Leben.

Frühschwangerschaft verhindern

"In einem Land, in dem sexuelle Gewalt so häufig vorkommt, ist es fatal, dass Mädchen und junge Frauen praktisch nicht aufgeklärt werden", sagt der Lehrer Jean-Paul. Das Risiko einer HIV-Infektion oder Schwangerschaft ist oft unbekannt oder mit falschen Vorstellungen verbunden. Daneben wird sozialer Druck aufgebaut und  Drohungen ausgesprochen. Auch Schulnoten werden manchmal mit sexuellen Beziehungen erkauft. Sexuell übertragbare Erkrankungen, wie HIV und Aids oder eine Teenager-Schwangerschaft sind oftmals die Folge.

Verantwortung übernehmen

Die Auszubildenden der Krankenpflegeschule in Nebobongo haben sich des Themas angenommen. „Die Konsequenzen einer Frühschwangerschaft betreffen nicht nur das junge Mädchen“, erklärt ihnen ein Krankenpfleger. „Wir kennen doch alle mindestens ein Mädchen, das versucht hat, eine Abtreibung vorzunehmen. Immer wieder haben wir Todesfälle zu beklagen“, sagt er. Die ganzen Familien seien von der Tragik betroffen. "Wir brauchen Menschen die aufrichtig sind und Verantwortung für ihr Handeln übernehmen."

Das Thema wird engagiert und eindrucksvoll diskutiert. „Wenn wir es nicht tun, wer dann?“, fragen die Krankenpflegeschüler. „Wir wollen vorwärts kommen und brauchen Veränderung“, sagen sie. Das gehe nur, indem man gemeinsam das Thema anpacke.

Downloads / Links

Spenden Sie für das Projekt "Krankenpflegeschüler klären auf:"

Jetzt online spenden

Mit einer Spende von

10 €

ermöglichen Sie in Malawi einen Krankentransport aus einem Dorf ins Krankenhaus.

 € 

Zwei Wege - eine Welt

Neuer Difäm-Film
Neuer Difäm-Film