Hilfe für HIV-Erkrankte im Zentrum Olame

Das katholische Zentrum OLAME im Ostkongo kümmert sich um sozial benachteiligte Menschen, vor allem Frauen und Kinder. Das Difäm unterstützt Zentrumsleiterin und Traumaexpertin Thérèse Mema bei der HIV-Prävention und der Betreuung von an HIV-erkrankten Menschen.

Trotz der hohen Infektionsrate mit HIV und Aids wird das Thema im Kongo nach wie vor tabuisiert. Betroffene werden ausgegrenzt, verlieren ihre Arbeit und geraten häufig in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Oft werden sie mit Schuldzuweisungen konfrontiert und von ihren Partnern verlassen.

Das katholische Zentrum OLAME in der ostkongolesischen Stadt Bukavu ist eine Anlaufstelle für sozial benachteiligte Menschen, vor allem Frauen und Kinder. Das Difäm Weltweit unterstützt das Zentrum in der HIV-Prävention und in der Betreuung von Menschen, die mit HIV und Aids leben.

Jugendliche und Studierende im Fokus der HIV-Prävention

In öffentlichen Veranstaltungen informieren Mitarbeitende von OLAME über HIV-Prävention. „Die Maßnahmen richten sich vorrangig an Leitende von Jugend- und Studierendengruppen“, erklärt die kongolesische Therapeutin und OLAME-Leiterin Thérèse Mema Mapenzi das Programm. Neben Aufklärung zu HIV und Aids bietet das Zentrum Schulungen zu friedlichem Umgang mit Konflikten und zur Entwicklung von Resilienzmechanismen an. „Hier sprechen wir vor allem Jugendliche an.“ Sie leisten eine Art Verpflichtungserklärung, sich gegen HIV zu schützen. Zudem wollen sie andere Jugendliche sensibilisieren und eine positive Haltung gegenüber Infizierten fördern. „Die Unwissenheit über das Virus, Präventions- und Übertragungsmöglichkeiten ist groß“, sagt Traumaexpertin Thérèse Mema. Vor allem Jugendliche sind wegen ihres geringen Wissenstandes gefährdet, sich mit HIV zu infizieren.

Leben mit HIV und Aids

Die Arbeit mit infizierten Frauen und Männern zielt auf den Abbau ihrer Angst vor Stigmatisierung. In vertraulichen Kleingruppen, geleitet von OLAME-Mitarbeitenden, lernen die Betroffenen, offen über HIV und Aids zu reden und ihren Status zu akzeptieren. „Dies stärkt ihren Willen, ihre Gesundheit durch die regelmäßige Einnahme von Medikamenten zu erhalten“, erklärt Thérèse Mema. Zehn Elternpaare fanden den Mut, mit ihren Kindern über ihre Erkrankung zu sprechen.

Alle Teilnehmenden erhalten zudem Schulungen für den Beginn einer Erwerbstätigkeit und werden bei den entsprechenden Aktivitäten unterstützt. Ergänzend gehen Mitarbeitende von OLAME in die Familien von Betroffenen und bieten eine Familienmediation an.

Difäm Weltweit finanziert zudem die medizinische Behandlung von mittellosen Frauen und Männern, die an HIV und Begleiterkrankungen leiden.

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