Geburtsvorbereitung bis zur Alphabetisierung

In der abgelegenen Bergregion Darjeeling in Indien ist die Fahrt zur Gesundheitsstation für viele schwangere Frauen oft zu teuer und beschwerlich. Zusammen mit der Organisation HIMserve fördert das Difäm daher die Ausbildung von Dorfhebammen und Gesundheitshelferinnen vor Ort.

"Die Wege in den Bergen Darjeelings sind steinig und unzugänglich. Raubtiere lauern hinter den Büschen", erzählt Projektkoordinator Dr. Tigi Verghis von HIMserve, was 'Serving the Himalayas' bedeutet. Bis zu drei Stunden Fußmarsch müssen die Bewohner der abgelegenen Bergdörfer durch dieses unwegsame Gelände zurücklegen, um eine Gesundheitseinrichtung zu erreichen. "Dort fehlen aber häufig Medikamente und Fachkräfte. Eine Schwangerschaftsvorsorge gibt es in den Dörfern selbst nicht, sodass Risiken für Mutter und Kind oft nicht erkannt werden."

Geburts- und Gesundheitshelferinnen für lokale Betreuung

Dr. Tigi Verghis lebt mit seiner Familie in Siliguri in Ostindien. Von dort aus betreut er seit drei Jahren die Ausbildung von Frauen in 18 Dörfern der Region. „In jedem Dorf sollen eine Geburtshelferin und eine Gesundheitshelferin zur Verfügung stehen“, erläutert der gelernte Agrarwissenschaftler. „Dadurch können Schwangere lokal betreut und bei der Geburt qualifiziert begleitet werden.“

Breite Ausbildungsinhalte

In der Ausbildung lernen die Helferinnen, Mütter auf die Geburt vorzubereiten, Erste Hilfe zu leisten und wie durch Hygiene und die richtige Ernährung Krankheiten vorgebeugt werden können. Weitere Ausbildungsinhalte sind unter anderem die Themen Mutter-Kind-Gesundheit, Aidsprävention sowie der Zugang zu sauberem Trinkwasser. Durchgeführt werden die Schulungen von den elf Mitarbeitenden von HIMserve im Rahmen eines Programms zur Gemeindeentwicklung, wozu auch die Verbesserung des Anbaus und der Viehzucht sowie Alphabetisierungskurse gehören.

Neben der Ausbildung finanziert das Difäm auch die Versorgung der Mütter und Neugeborenen. Von ersten Ergebnissen kann Tigi Verghis bereits berichten: „Das Gesundheitsbewusstsein in den Dörfern ist stark gestiegen, da die Helferinnen und Hebammen ihr Wissen an die Bewohner weitergeben. Die Einwohner schließen sich in kleinen Gruppen zusammen, um ihre Gesundheitssituation gemeinsam zu verbessern.“

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