Beschaffung von medizinischen Materialien

Welche Engpässe machen unseren Partnerorganisationen momentan in Hinblick auf die Corona-Pandemie zu schaffen? Um das herauszufinden, haben wir in den letzten Wochen eine Befragung durchgeführt.

Dabei stellte sich heraus, dass es vor allem an Schutzmaterialien, Handschuhen und Desinfektionsmitteln fehlt. Auch Geräte zur COVID-19-Diagnostik und -Behandlung werden benötigt. „Besonders wichtig ist es, dass wir unseren Partner bedarfsgerecht Unterstützung bieten“, sagt Christine Häfele-Abah, die Leiterin der Beschaffungsmaßnahmen.

Mit einem Projektzuschuss von Brot für die Welt können wir unsere Partner nun gezielt unterstützen. Und das nicht nur mit kurzfristig verwendbaren Verbrauchsmaterialien, sondern auch mit einer langfristigen Stärkung der Gesundheitseinrichtungen vor Ort. Wir sind sehr froh, dass diese Förderung möglich geworden ist.

Im Rahmen der Corona-Pandemie hat die Nachfrage nach Schutzausrüstung und einigen Arzneimitteln stark zugenommen. Dadurch sind die Preise in die Höhe geschossen, viele Produkte sind durch geschlossene Transportwege und Einfuhrbeschränkungen gar nicht mehr verfügbar. „Der Preis für persönliche Schutzausrüstung ist bei chirurgischen Masken um das bis zu 25-fache gestiegen, während der Preis für essentielle Arzneimittel bei einigen Produkten um bis zu 50 Prozent gestiegen ist“, berichtet Joseph Muriu von der kirchlichen Zentralapotheke MEDS aus Kenia. Ähnliches berichten Partner aus Kamerun und Nigeria. Vor allem Produkte, die gekühlt werden müssen, sind Mangelware. Dazu zählen z. B. Oxytocin, das bei starken Nachblutungen bei Geburten lebensrettend sein kann, oder Insulin, auf welches Diabetiker dringend angewiesen sind. Wenn bei unseren Partnern vor Ort der Einkauf von medizinischen Materialien und Arzneimitteln noch möglich ist, können sie hierfür bei Bedarf finanzielle Hilfe beantragen.

In Gesundheitseinrichtungen wird dringend persönliche Schutzausrüstung für das Personal benötigt, z. B. Mundschutz und Handschuhe. Für das Screening von Patienten benötigen unsere Partner Infrarot-Thermometer sowie Pulsoxymeter, die den Sauerstoffgehalt im Blut von Patienten messen. COVID-19 kann zu schweren Lungenentzündungen führen, die behandelt werden müssen. Dabei spielt die Gabe von Sauerstoff eine wichtige Rolle. So beschaffen wir Sauerstoffkonzentratoren für unsere Partner, damit zumindest lokale Krankenhäuser gut ausgerüstet sind. In Zeiten der Corona-Pandemie ist Beschaffung oft langwierig, weil international viele Güter knapp sind. Einige haben eine Produktionszeit von vier bis sechs Wochen, hinzu kommen der Transport und die Verteilung der Waren auf unsere Partnerländer. Das wird einige Zeit in Anspruch nehmen. Wir konzentrieren uns daher besonders auf die Beschaffung von Gütern, die langfristig gebraucht werden und die Gesundheitssysteme vor Ort nachhaltig stärken.

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