ASSET-Projekt zur Verbesserung der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen

Arbeits- und Perspektivlosigkeit, Drogenkonsum, Prostitution und ungewollte Schwangerschaften prägen das Leben von Kindern und Jugendlichen in Sierra Leone. Nun geht das Difäm mit einer lokalen Partnerorganisation in dem kleinen westafrikanischen Land neue Wege in einem ASSET-Projekt: Anstatt externe Hilfen zu empfangen, sollen die Menschen ihre Lebenssituation selbst in die Hand nehmen. Dadurch sollen auch die Rechte der Kinder und Jugendlichen und ihr Status in der Gesellschaft gestärkt werden.

Gemeinsam mit dem christlichen Gesundheitsnetzwerk Christian Health Association of Sierra Leone (CHASL) will das Difäm die Lebenssituation in sechs armen und strukturschwachen Gemeinden an der Stadtgrenze von Freetown verbessern. „Durch patriarchische Strukturen und die geringe Bildungsrate haben vor allem Jugendliche, Frauen und Kinder keine Möglichkeit an Informationen und Wissen rund um ihre Gesundheit zu gelangen. Das wirkt sich auch auf die Notfallmaßnahmen und die öffentliche Gesundheitsversorgung aus“, sagt Olaf Hirschmann. „Deshalb ist es wichtig, auf ihre Bedürfnisse einzugehen und ihnen eine Stimme zu geben.“ Dabei geht es beispielsweise um die Verbesserung der hygienischen Situation vor Ort, um Sexualaufklärung und die Förderung von Bildungsangeboten, aber auch um die Gestaltung einer besseren und jugendfreundlicheren Versorgung in den Krankenhäusern und die Zusammenarbeit der Dörfer und der Gesundheitseinrichtungen.

Aktive Gestalter, anstatt passive Leistungsempfänger

Dafür sollen die Dorfbewohnerinnen und -bewohner im Rahmen des ASSET-Projektes ihrer Situation bewusstwerden, eigene Lösungsideen entwickeln und ihre lokalen Ressourcen nutzen. „Bei dem Ansatz geht es um eine veränderte Sicht- und Verhaltensweise und die aktive Teilhabe der Bevölkerung“, erklärt Olaf Hirschmann. „Die Menschen sind nicht wie in der Vergangenheit abhängige Empfänger der Hilfe von außen, sondern sind in alle Entscheidungen einbezogen und bringen ihre eigenen Stärken und Ressourcen, die Assets, ein.“ Es geht um die nachhaltige Verbesserung der gesundheitlichen Situation im Dialog mit den Betroffenen. „Aber hierfür müssen die Menschen erkennen, dass sie selbst ihre Gesundheit in die Hand nehmen und die Situation ändern können“, weiß CHASL-Chefin Florence Bull.

Neue Wege in kleinen Schritten

In dem Projekt ist der erste Schritt gemacht: Die Mitarbeitenden von CHASL haben gemeinsam mit den sechs teilnehmenden Gemeinden deren Bedürfnisse, wirtschaftliche Aktivitäten und demografische Daten eruierten. In den nächsten Schritten sollen dann die Männer, Frauen und Jugendlichen in Gesprächen und Diskussionen Lösungen für ihre drängendsten Gesundheits- und Hygieneprobleme entwickeln, die sie selbst ohne, oder nur mit geringfügigen Mitteln von außen umsetzen können. „Durch den neuen Ansatz sollen die Menschen in den Gemeinden selbstbewusster werden und soweit gestärkt werden, dass sie ihre Rechte einfordern und umsetzen können. Damit soll die Gesamtsituation der Jugendlichen und Frauen und die Gesundheitsinfrastruktur als Ganzes nachhaltig verbessert werden“, so Olaf Hirschmann.


Das Projekt wird finanziert vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

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