Mutter-Kind-Gesundheit

Seit mehreren Jahren unterstützt das Difäm das Evangelische Krankenhaus Koyom in einem Projekt für Frauen und ihre Kinder. Ziel des Projektes ist es, Frauen zu motivieren, zur Schwangerschaftsvorsorge und zur Geburt in eine Gesundheitsstation oder ins Krankenhaus zu kommen.

Hilfshebammen für eine sichere Geburt

Umgesetzt wird das Projekt im Krankenhaus selbst sowie in allen zugehörigen sieben Gesundheitszentren des Distrikts von Koyom. In der abgelegenen und sehr ärmlichen Region im Süden des Landes sind die Gesundheitsstationen für die Bevölkerung die ersten Anlaufstellen. Hier findet Aufklärung statt und hier werden Hilfs-Hebammen, sogenannte Matronen, ausgebildet. Sie stehen den Frauen zur Seite und sorgen dafür, dass sie zur Untersuchung in die Zentren kommen.

Bei Komplikationen werden die Patientinnen von den Gesundheitsstationen aus ins Krankenhaus überwiesen. Mittlerweile arbeiten zwei Ärzte in dem evangelischen Krankenhaus, das die wichtigste Gesundheitseinrichtung in dieser infrastrukturell schwachen Region ist und bleibt. Das 100-Betten-Krankenhaus ist das einzige Krankenhaus in der Region, in der rund 95.000 Menschen leben, und finanziert sich durch die Gebühren der Patienten. Gleichzeitig aber sind es oft gerade die Kosten für medizinische Hilfe, die Frauen daran hindern, diese in Anspruch zu nehmen. Deshalb unterstützt das Difäm das Krankenhaus und die Gesundheitsstationen. 

In enger Zusammenarbeit mit dem leitenden Arzt des Krankenhauses, Dr. Djekadoum Ndilta,

  • fördern wir die Aufklärung und Information der Bevölkerung durch Animatoren in den Dörfern,
  • ermöglichen wir, dass Frauen kostenfrei in einer Gesundheitseinrichtung entbinden können,
  • unterstützen wir die kontinuierliche Aus- und Weiterbildung der Hebammen und medizinischen Angestellten
  • und statten Gesundheitsstationen mit Basis-Material für die Geburtshilfe wie beispielsweise Entbindungstische aus.

Arm, abgelegen, aber erfolgreich

Durch die Arbeit konnte in den letzten Jahren die Sterblichkeit von Neugeborenen bereits deutlich gesenkt werden. Es kommen mehr Frauen zur Vorsorge und die Zahl der Geburten mit qualifizierter Unterstützung durch Hebammen stieg an. Bei jährlichen Besuchen beraten wir gemeinsam mit dem Team vor Ort, welche notwendigen Anpassungen vorgenommen werden müssen. Die Zahl betreuter Geburten soll weiter gesteigert werden. Gleichzeitig soll das Personal noch mehr motiviert werden.

Die Verbesserung in der Schwangerenversorgung zeigt, dass eine Entwicklung des gesamten Gesundheitssystems möglich ist. Dabei müssen weitere Teile der medizinischen Versorgung einbezogen werden. So gibt es bereits HIV-Prävention sowie verschiedene Maßnahmen zur Verbesserung der Hygiene und des Zugangs zu sauberem Trinkwasser.

Wir danken der Else-Kröner-Frisenius-Stiftung für die Unterstützung dieses Projekts!

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