Kongo

Operationen für Frauen mit Fisteln

Unzulängliche Geburtenbetreuung, Schwangerschaften bei sehr jungen Frauen oder Vergewaltigungen sind für die Bildung von Vaginalfistel verantwortlich. Das Difäm fördert ein Programm zur Behandlung der Frauen gemeinsam mit lokalen Einrichtungen und einer niederländischen Spezialistin für Fistel-Operationen.

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Kongo

Ein Labor mitten im Urwald

Mangelnde Ausstattung und räumliche Enge im Labor führen häufig zu Verunreinigungen der Proben und Fehldiagnosen. Wer als Patient eine falsche Diagnose erhält, bekommt meist auch das falsche Medikament. Viele Menschen überleben dies nicht. Um dem entgegen zu wirken, wollen wir dem Krankenhaus Nebobongo im Ostkongo angemessene Räumlichkeiten und hochwertige Geräte für das Arbeiten im Labor zur Verfügung stellen.

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Kongo

Aufbau einer Krankenversicherung

Neun von zehn Menschen in Afrika südlich der Sahara haben keinen Zugang zu einer Kranken- oder Unfallversicherung. Krankheit bedeutet nicht selten eine existenzielle Bedrohung für ganze Familien. Im Ostkongo unterstützen wir daher den Aufbau einer lokalen Krankenversicherung: Die Mutuelle de Santé Canaan, MUSACA.

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Gesundheitsversorgung in der Krisenregion

Versöhnung und Wiederaufbau im Ost-Kongo

Der Kongo – ein Land im Herzen Afrikas – ist ein reiches, armes Land. Der riesige Regenwald, der Reichtum an Bodenschätzen, wie Gold, Diamanten und Coltan, sind für das Land seit jeher mehr Fluch als Segen. Was mit den Kolonialmächten im 19. Jahrhundert begann, setzte sich fort über die Diktatur eines Herrschers wie Mobutu bis zu einem Bürgerkrieg, der Millionen Menschenleben forderte. Vor allem im Osten des Landes flackert immer wieder Gewalt auf, Rebellen und Milizen überfallen Gemeinden,...

Der Kongo – ein Land im Herzen Afrikas – ist ein reiches, armes Land. Der riesige Regenwald, der Reichtum an Bodenschätzen, wie Gold, Diamanten und Coltan, sind für das Land seit jeher mehr Fluch als Segen. Was mit den Kolonialmächten im 19. Jahrhundert begann, setzte sich fort über die Diktatur eines Herrschers wie Mobutu bis zu einem Bürgerkrieg, der Millionen Menschenleben forderte. Vor allem im Osten des Landes flackert immer wieder Gewalt auf, Rebellen und Milizen überfallen Gemeinden, zerstören Dörfer und Gesundheitsstationen und destabilisieren die Gemeinschaft. Die Parteien kämpfen vor allem um die Kontrolle von Rohstoffen, die sie teils auf illegalem Wege aus dem Land schaffen und die so auf den Weltmarkt gelangen.

Trauma und Unterernährung

Die Menschen sind oft traumatisiert. Viele Frauen und Mädchen leiden unter den zahllosen, systematischen Vergewaltigungen, denen sie ausgesetzt sind. Aus Angst trauen sich viele Frauen nicht mehr auf ihre Felder, die unbestellt bleiben. Sie können ihre Familien nicht mehr versorgen. Mangel- oder Unterernährung betrifft besonders die Kinder. Viele Menschen haben keinen Zugang zu einer Gesundheitsversorgung, denn häufig sind die Gesundheitseinrichtungen zerstört oder schlecht ausgestattet. Viele sind schlecht erreichbar und können nicht regelmäßig mit notwendigen Medikamenten und Verbrauchsmaterialien beliefert werden.

Kirchliche Friedens- und Gesundheitsarbeit

Inmitten dieser notvollen Geschichte, spielen die Kirchen eine große Rolle: Wo der Staat oft nicht mehr funktioniert, stellen Kirchen Gesundheitseinrichtungen und Bildungsstätten und arbeiten für Versöhnung und Wiederaufbau. Das Difäm setzt sich gemeinsam mit seinen kirchlichen Partnern vor Ort für den Aufbau von lokal funktionierenden Gesundheitssystemen ein. Wir fördern den Bau und die Ausstattung von Gesundheitseinrichtungen, den Aufbau einer Krankenkasse und die Ausbildung lokaler Fachkräfte und Aufklärung von Jugendlichen.

Das Difäm unterstützt zudem Initiativen, die sich beispielsweise für die Zertifizierung von Coltan und anderen Rohstoffen einsetzen oder Transparenz im Rohstoffhandel fordern. Damit die Rohstoffe dem Land zugutekommen, müssen Finanzströme transparent werden und die internationale Gemeinschaft muss sich für Frieden, Stabilität und ein Ende der Gewalt einsetzen.

Flyer Difäm-Projekte im Ostkongo

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Unsere Projekte in der Demokratischen Republik Kongo

Operationen für Frauen mit Fisteln

Das Leben einer kongolesischen Frau kennt viele Herausforderungen. Die meisten Frauen heiraten sehr früh, bekommen 5 bis 7 Kinder und leben von einem Minimaleinkommen aus der Feldarbeit. Ihre Lebenserwartung beträgt im Durchschnitt nur 45 Jahre. Das...

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Aufklärung für Jugendliche

Obwohl HIV und Aids ein großes Problem im Land darstellen, findet Aufklärung so gut wie nicht statt. Fehlendes Wissen über Prävention sowie die Folgen einer Infektion begünstigen die Ausbreitung des Virus und tragen zur Stigmatisierung der...

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HIV-Aufklärung an Schulen

Mit der Evangelischen Universität in Afrika startet das Difäm ein Aufklärungsprogramm für Studierende im Ostkongo. Sie sollen anschließend auch Schüler an den umliegenden Schulen über HIV und Aids informieren.

HIV und Aids sind im Osten der...

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Integrative Schule für Kinder

In Aru im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo gehen Kinder mit und ohne Hör- oder Sehbehinderung zusammen zur Schule. Das Gemeindezentrum für Bildung und Rehabilitation setzt sich auch für ihre Gesundheitsversorgung und die HIV-Aufklärung...

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Ein Labor mitten im Urwald

Überleben sichern

Das Evangelische Krankenhaus Nebobongo liegt in einem kleinen Ort in einer der ärmsten Regionen im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo. Die Region ist durch schlechte Straßen und die abgeschottete Lage im Regenwald nur...

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Medizinische Koordination im Kongo

Medizinische Koordination

Wegen der unzureichenden staatlichen Gesundheitsversorgung wird im Kongo rund 70 Prozent der Gesundheitsversorgung von den Kirchen übernommen. Seit vielen Jahren unterstützt das Difäm die medizinische Arbeit der Eglise du...

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Mikrokredite für Frauen im Kongo

Inmitten einer Plantage hinter Lehmhütten, versteckt unter Bananenstauden, finden wir, wonach wir gesucht haben: Ein mit Überhängen aus Sackleinen geschütztes kleines Beet mit Pilzen. Der Anbau von Pilzen ist Teil eines Mikrokredit-Programms für...

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Krankenpflegeschüler klären auf

Heikles Thema mutig ansprechen

Wegen Scham, übler Nachrede, Stress mit Familien brechen viele Mädchen im Kongo ihre Schulausbildung ab, wenn sie schwanger sind. Oder sie werden einfach von der Schule gewiesen. "Das eigentliche Problem ist aber...

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Aufbau einer Krankenversicherung

Wenn Krankheit die Existenz bedroht
Die Menschen im Ostkongo haben oft keinen Zugang zu den Gesundheitsdiensten. Oft ist die medizinische Versorgung nicht ausreichend. Die langjährigen politischen Konflikte erschweren die Entwicklung des Landes und...

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Leben im Kongo

Leben in Bukavu - Ein Filmprojekt von Jugendlichen im Ost-Kongo

 

 

Über das Filmprojekt

Kongolesische Jugendliche beim Videodreh für unser Film-Projekt zu Aufklärung und Friedensarbeit
Kongolesische Jugendliche beim Videodreh für unser Film-Projekt zu Aufklärung und Friedensarbeit

In Bukavu, der Provinzhauptstadt des Südkivu im Ost-Kongo, unterstützten wir mit unserer Partner-organisation RIO, Réseau d’Innovation Organisa-tionelle, die sich für Weiterbildung, Gewaltlosigkeit und Friedensförderung im Kongo einsetzt, eine Gruppe kongolesischer Jugendlicher für die Erstellung von kurzen Videos. Innerhalb eines Jahres drehten, schnitten und vertonten sie zehn Kurzfilme über ihren Alltag und ihre Lebensum-stände in Bezug auf Gesundheit. Für die Mädchen und Jungen war das Filmen eine Möglichkeit, ihr eigenes Leben zu reflektieren.

Im Rahmen des Projekts erhielten die Jugendlichen eine Ausbildung zum Jugend-Kameramann und -Reporter der Produktionsfirma 3Tamis. In einem Brainstorming sammelte die Gruppe Ideen. Neben dem Zugang zu Gesundheitsversorgung und den Kosten für Behandlung geht es in einigen Filmen auch um mangelnde Hygiene, Familienplanung und Pflanzenmedizin.

Weitere Difäm-Filme auf Youtube.de

Bukavu - Wassermangel in de Stadt am See

In einem städtischen Gesundheitszentrum

Kosten einer Familie im Kongo

Das Monatseinkommen einer Familie liegt oft nur bei 30 - 50 US-Dollar.

In einem durchschnittlich siebenköpfigen Haushalt erkranken fünf Personen wenigstens einmal pro Jahr; die notwendige Behandlung muss man aus der eigenen Tasche bezahlen!

  • Eine Malariabehandlung kostet 2 -5 US-Dollar.
  • Eine Geburt kostet zwischen 10 - 25 US- Dollar.

Rund 670 Frauen pro 100.000 Lebendgeburten sterben bei der Geburt.
(In Deutschland sind es 4.)

Rund 4 Prozent der Erwachsenen sind mit HIV infiziert.

Durch den Bürgerkrieg sind viele Familien auseinandergerissen, die Struktur der sorgenden Großfamilie oft zerstört und viele Leben als „internally displaced people“ in den Städten mit wenig Zugang zu Bildung, Gesundheit oder Arbeit.

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Kontakt

Gabi Hettler
Gabi Hettler Referentin Gesundheitsdienste, Leitung Team Bildung Mohlstraße 26 72074 Tübingen Tel. 07071 7049014 Fax: 07071 7049039 hettler@difaem.de

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