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Kampf gegen hohe Müttersterblichkeit

Difäm Weltweit baut eine Blutbank in Guinea auf In Guinea sterben so viele Mütter bei der Geburt wie in kaum einem anderen Land der Welt. Ein Grund: es gibt so gut wie keine Blutkonserven. Kommt es unter der Entbindung zu hohem Blutverlust haben Ärztinnen und Ärzte kaum Möglichkeiten zu reagieren. Gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen will Difäm Weltweit das ändern und eine Blutbank in einer Klinik in der Stadt Dièckè einrichten. In einem solarbetriebenen Kühlschrank können dann Blutkonserven gelagert werden – und im Notfall Leben retten.
Eine Hebamme untersucht eine Schwangeren in Guinea mit Ultraschall©by: Dr. Hermann Weigold

Fehlende Blutkonserven kosten in Guinea jedes Jahr tausenden Menschen das Leben. Darunter sind viele Frauen, die unter der Geburt sterben. Ein geringer Blutverlust ist bei Entbindungen zwar normal. Doch bei manchen Komplikationen kann es zu massiven Blutungen kommen. Dann sind Bluttransfusionen oft die einzige Rettung – ebenso wie bei Operationen oder nach Unfällen. Blutkonserven können aber auch in einem anderen Zusammenhang Schwangere und Kinder schützen: wenn sie an Malaria erkranken und dadurch eine Anämie entwickeln, kann der Mangel an Sauerstoff im Blut zu Frühgeburten und Entwicklungsstörungen beim Baby führen. „Mit einer Blutbank zur Lagerung von Blutbeuteln können Patientinnen und Patienten im Notfall schneller und auch nachts und am Wochenende versorgt werden“, sagt Dr. Pépé Bimou, der leitende Arzt der Klinik in der Stadt Diécké. Die Gesundheitseinrichtung versorgt mit 37 Mitarbeitenden rund 5.000 Menschen im Jahr.

Stabile Gesundheitsversorgung im ganzen Land

Für die Lagerung der lebensrettenden Blutkonserven werden spezielle Kühlschränke benötigt. Dièckè liegt ganz im Südosten des Landes in einer abgelegenen Waldregion. Eine sichere Stromversorgung ist dort nicht gewährleistet. Deshalb soll ein solarbetriebener Kühlschrank angeschafft werden. Konserven können dann unabhängig von akutem Bedarf generiert und sicher eingelagert werden. „Der Aufbau einer Blutbank und verfügbare Blutspenden helfen Menschen mit Blutbedarf in der ganzen Region“, so Pépé Bimou. „Und es ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einer stabilen Gesundheitsversorgung für das ganze Land.“

Engagement für Gesundheitsversorgung

Difäm Weltweit engagiert sich seit vielen Jahren für eine bessere Gesundheitsversorgung in Guinea – vor allem für Mütter und Kinder. Gemeinsam mit den Organisationen TINKISSO und RECOSAC, dem Dachverband kirchlicher Gesundheitseinrichtungen in dem westafrikanischen Land, bildet Difäm Weltweit Gesundheitsfachkräfte weiter und stattet Gesundheitsstationen und Krankenhäuser mit Medikamenten, Stromversorgung und medizinischen Geräten aus.

Für den Aufbau der Blutbank ist Difäm Weltweit auf Spenden angewiesen. Spenden Sie jetzt online!

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