Die Handy-Aktion - fragen.durchblicken.handeln!

Machen Sie mit! Werden Sie mit uns gemeinsam aktiv für Gerechtigkeit: Bestellen Sie jetzt eine Handy-Box und sammeln Sie alte Handys bei Ihrer Arbeit, in der Schule oder der Gemeinde. Oder veranstalten Sie einen Infoabend mit Film oder Diskussion und laden Sie unsere Fachreferenten zu sich.

Aktiv für Gerechtigkeit

Jeder kann was tun - Die Handy-Aktion zum Mitmachen

Woher kommen die Rohstoffe, die in unseren Handys verbaut sind? Was haben sie mit Gewalt, Armut und Krankheit in der Demokratischen Republik Kongo zu tun und unter welchen Bedingungen werden sie in Asien zusammengebaut? Wie werden die Handys weltweit genutzt und wohin werden sie entsorgt? 

Im Rahmen der landesweiten Handy-Aktion - fragen.durchblicken.handeln! gehen das Difäm und seine Partner aus Kirche und Zivilgesellschaft in Kooperation mit dem Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg sowie der Jugendinitiative der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes Baden Württemberg diesen Fragen nach. Dabei nehmen wir Sie mit auf eine Reise in den Kongo, wo Konfliktrohstoffe abgebaut werden, ohne die kein Handy funktionieren würde. Wir schauen in die Firmen, die für Apple, Samsung und co. Handys zusammen bauen. Entdecken Sie, wie das Handy weltweit genutzt wird und wie Kinder in Afrika unseren Elektroschrott ausschlachten.

Gemeinsam diskutieren wir über Alternativen wie das Fairphone, setzen uns ein für das Menschenrecht auf Gesundheit, unterstützen die jungen Leute, die in den großen Lieferfirmen arbeiten, und treten ein für Repair-Cafés und Sammelaktionen ausrangierter Geräte, um sie wieder dem Kreislauf zuzuführen.

Werden Sie Botschafter für Gerechtigkeit und Handy-Sammler
Machen Sie mit bei unserer Handy-Aktion Tragen Sie mit Ihrer eigenen Aktion, Unterrichtseinheiten oder einer Handy-Sammlung zur Aufklärung und Sensibilisierung für unser Thema hierzulande bei. Mit dem Erlös Ihrer Sammelaktion unterstützen Sie Gesundheits- und Bildungsprojekte des Difäm und seiner Partner: Damit sich in der Krisenregion Ostkongo etwas für die Menschen positiv verändert, setzt sich das Difäm für den Aufbau einer gerechten und nachhaltigen Gesundheitsversorgung ein, durch die Weiterbildung von Fachkräften, Aufbau und Ausstattung von Gesundheitsstationen, Medikamemtenversorgung sowie die Einrichtung von Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten bei Krankheiten.

Unsere Unterstützung für Ihre Aktionen

Möchten Sie in der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit, in der Jugendarbeit oder im Weltladen aktiv werden oder in der Gemeinde, mit Ihren Kollegen oder als Einzelperson alte Handys sammeln? Wir bieten Ihnen dafür Unterrichts- und Informationsmaterialien. Und auch unsere Referentinnen und Referenten stehen Ihnen gerne mit ihrem Fachwissen zur Verfügung. Sprechen Sie uns einfach an!

Mit der Handy-Aktion hinter die Fassade blicken

Arbeiter beim Waschen von Coltan im Ostkongo. Quelle: Christoph Püschner
Arbeiter beim Waschen von Coltan im Ostkongo. Quelle: Christoph Püschner, Brot für die Welt

Die mobile Kommunikation bestimmt unseren Alltag. Handys und Tablets sind allgegenwärtig. Aber woher kommen eigentlich die Rohstoffe, die in diesen Geräten verbaut werden? Unter welchen Bedingungen werden sie in den Minen von Afrika, Asien und Lateinamerika aus dem Boden geholt, in Asien gefertigt und im Globalen Süden wieder entsorgt?

Blick hinter die Fassade
Wer hinter die glänzende Fassade der modernen IT schaut, wird mit unmenschlichen Bedingungen unter anderem in den Minen des Kongo konfrontiert. Hier wird das seltene Erz Coltan, das für die Herstellung technischer Geräte unabdingbar ist, unter lebensbedrohlichen Bedingungen und teils durch Kinderarbeit abgebaut. Rebellen und Soldaten kämpfen seit Jahren um die Kontrolle der Bodenschätze. Die Folgen sind brutale Gewalt und Armut. Frauen trauen sich oft nicht mehr auf ihre Felder und können ihre Familien nicht mehr versorgen. Kinder können nicht mehr in die Schule gehen und schuften in den Minen. Mit dem Verkauf der Rohstoffe verdienen die Minenbetreiber Geld für den Waffenkauf. Auf oft illegalen Handelswegen kommen die Rohstoffe auf den Weltmarkt.

In asiatischen Zulieferfirmen und Auftragsfertigern werden die kostbaren Rohstoffe unter teils menschenunwürdigen Bedingungen verarbeitet und landen schließlich in unseren Handys, von denen mittlerweile mehr als 1,6 Milliarden pro Jahr weltweit verkauft werden. Auf den Müllhalden Ghanas landen die ausrangierten Geräte und werden von Kindern und Jugendlichen „recycelt.“

Transparenz für gesunde und faire Arbeitsbedingungen
Um einen klugen und fairen Umgang mit den Geräten zu finden, müssen die Wert­schöpfungs­­ketten der Stoffe, aus denen unsere digitalen Träume gemacht werden, transparent werden. Einblicke in die Rohstoffminen und die damit verbundenen Bürgerkriegszustände und in die Fabriken vermitteln uns die Realität, die hinter den Geräten steht und zeigen auf, was junge Menschen im Globalen Süden erleiden, aber auch was sie tun, um ihre Lebens- und Arbeitssituation zu verbessern und wie wir sie dabei unterstützen können.

Ansätze der Handy-Aktion
Wir zeigen auf, wie Geräte repariert und länger genutzt werden können. Mit dem Fairphone und der Fairen Maus stehen erste IT-Geräte zur Verfügung, die den Weg zu mehr Gerechtigkeit und einen verbesserten Schutz von Mensch und Natur eröffnen.

Durch die Sammlung ausrangierter Handys und deren Zuführung in ein geordnetes Recycling wird die Thematik in Schulen, Gemeinden, an öffentlichen und kirchlichen Orten sichtbar gemacht und es werden Bildungsveranstaltungen zu der bisher noch kaum wahrgenommenen Thematik angeregt. Machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Gemeinsam können wir Bewusstsein für die Missstände schaffen und dafür mit konkreten Handlungsoptionen und öffentlichkeitswirksamen Aktionen sensibilisieren. Hierfür stellen wir Unterrichts- und Informationsmaterialien zur Verfügung.

Die Aktion richtet sich an junge Menschen ebenso wie an Erwachsene. Kirchengemeinden, Schulklassen, Kommunen, außerschulische Bildungsträger werden ebenso angesprochen wie alle, die als Einzelne oder als Gruppen für mehr Gerechtigkeit im IT Bereich und gesunde sowie faire Arbeits- und Lebensumstände weltweit eintreten wollen.

Kooperationspartner bei der Handy-Aktion

Difäm-Partner der Handy-Aktion

Infomaterial für Ihre Handy-Aktion

Kontakt

Anna Buck
Anna Buck Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Online-Redaktion Mohlstraße 26 72074 Tübingen Tel. 07071 7049030 Fax: 07071 7049039 buck@difaem.de

Flyer Handy-Aktion

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Zeitschrift zur Handy-Aktion

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