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Mit Prävention Leben im Regenwald retten

Das Team von Dr. Félicité Banagabese bei der Durchführung von HIV-Tests in einem Dorf im Regenwald
Das Team von Dr. Félicité Banagabese bei der Durchführung von HIV-Tests in einem Dorf im Regenwald

Niemand kann ohne Hoffnung leben. Doch wer bringt Hoffnung in ein abgelegenes Dorf im Ostkongo, in dem sich schwere Erkrankungen sehr schnell verbreiten, große Hilfsprogramme aber nur selten anzutreffen sind?

Das Difäm stößt eine Veränderung an, eine Ärztin geht mutig voran
Mitten im Regenwald sind die Menschen extrem arm und haben kaum Zugang zu medizinischer Versorgung. Infektionskrankheiten wie Aids sind darum schwer einzudämmen. Die Menschen wissen wenig über die Krankheit und ihren eigenen Gesundheitszustand. Konfrontiert mit dieser Situation, schult das Difäm seit 2010 medizinisches Personal in der HIV- und Aids-Aufklärung und holt das Thema aus der Tabuzone. Unsere Partner, die Gesundheitsdienste eines Kirchenverbands, riefen dafür die Aktionsgruppe GALVISI ins Leben. Die Ärztin Dr. Félicité Banagabese leitet die Aktivitäten: Mit ihrem Team führt sie Aufklärungskampagnen, HIV-Tests und Beratungen in entlegenen Dörfern durch und gewinnt das Vertrauen der Menschen. Menschen wie die 30-jährige Furaha.

Hilfe beginnt beim Brechen des Tabus
Furaha ist mit Bikenge verheiratet. Als sie schwanger wird, geht sie zur Vorsorgeuntersuchung in ein Gesundheitszentrum. Dort begegnet sie Dr. Félicité. Diese empfiehlt Furaha, einen HIV-Test zu machen. Die junge Frau staunt über den »Tabubruch«: Niemand spricht sonst über die Krankheit, obwohl alle von der Gefahr wissen. Sie lässt sich testen, die Diagnose tut weh: Sie ist HIV-positiv. Auch Bikenges Test ist positiv. Es beginnt ein trauriges und doch Mut machendes Gespräch: Nein, muss die Ärztin dem Paar sagen, es gibt im Land leider kaum die Möglichkeit einer spezifischen Therapie. Doch sie klärt über die Symptome auf und weiß Rat, wie man mit der Infektion leben kann, dass die Krankheit nicht ausbricht oder man sie gar weitergibt. Und tatsächlich kommt das Kind gesund zur Welt. Furaha und Bikenge schöpfen trotz ihrer Infektion Hoffnung und Kraft. Um anderen durch Aufklärung zu helfen, bekennen sie sich öffentlich zu ihrer Infektion und sind jetzt Mitglieder einer aktiven Selbsthilfegruppe.

Mit Sensibilisierungskampagnen erreichte GALVISI im letzten Jahr rund 27.000 Personen. Besonders liegen Dr. Félicité Mütter und Kinder am Herzen. Den Erkrankten hilft sie, das Risiko der Mutter-Kind-Übertragung zu senken. Viele Neugeborene werden so vor einer Infektion bewahrt. Hier finden Sie unseren Spendenflyer zum Projekt


Was wir tun und wie Sie uns helfen können

Wir wollen, dass die Krankheitsrisiken auch in Ländern wie dem Kongo für die kommenden Generationen abnehmen. Im vergleichsweise stabileren Uganda zum Beispiel waren solche Bemühungen im Falle von Aids erfolgreich, es dauerte aber zwei Jahrzehnte. Darum unterstützen wir Schlüsselpersonen wie Dr. Félicité in ihrer wichtigen Arbeit.

Ihre Spende hilft uns effektiv bei der langfristigen Projektfinanzierung!

Die Kosten der Gesundheitsarbeit können unsere Partner nicht allein decken, an vielen Orten brauchen sie unsere Hilfe.

  • HIV-Tests müssen in Uganda besorgt werden. Eine Untersuchung für fünf Personen kostet 35 Euro.
  • Ein mehrtägiger Workshop für Freiwillige, die in den Gemeinden aufklären, kostet pro Person etwa 60 Euro.
  • Ohne ihr Motorrad könnte Dr. Félicité ihre Arbeit nicht tun. Instandhaltung und Reparaturen belaufen sich halbjährlich auf etwa 150 Euro.

Weitere Spendenprojekte

Operationen für Frauen mit Vaginalfisteln ermöglichen

Ange B. kommt aus einer armen Familie. Sie lebte allein mit ihrem Vater im Dorf Nizi im Osten der Demokratischen Republik Kongo, ihre Mutter war bei ihrer Geburt gestorben. Wie viele Frauen im Kongo, heiratete Ange früh. Mit 16 Jahren wurde sie schwanger und mit einem Kaiserschnitt entbunden – doch ihr Kind kam tot zur Welt. Leider war das nicht alles: Nach der Totgeburt hatte sie anhaltende Schmerzen, es wurde eine komplizierte Fistelbildung im Vaginalbereich diagnostiziert. Ihr Mann verließ sie, denn wer ein totes Kind zur Welt bringt, muss etwas Schlimmes getan haben, glaubt man in Nizi. Ange B. bekam Angst: Frauen mit einer Fistelerkrankung sind für ihr Leben gezeichnet. Die schweren Entzündungen sind neben den Schmerzen auch Ursache für unangenehme Gerüche. Die Frauen werden gemieden. Jeder kennt die Ausgestoßenen, die sich nicht mehr zur Arbeit auf die Felder, in die Kirche oder auf den Markt trauen und zusehends verarmen...

Frauen wie Ange B. müssen nicht länger vom Leben ausgeschlossen bleiben! Seit vier Jahren begleitet das Difäm eine niederländische Ärztin und ein kongolesisches Gesundheitsteam im Einsatz für Frauen mit Fistelerkrankungen. Lesen Sie hier mehr dazu.

Die Frauen im Kongo brauchen Ihre Hilfe, damit Sie die Fisteloperationen, die sie dringend benötigen, bekommen können. Helfen Sie jetzt mit Ihrer Spende! Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Für Tumorbehandlung und ein Leben danach

Frauen im Nkoaranga-Hospital in Tansania
Frauen im Nkoaranga-Hospital in Tansania

Eine Frau erfährt voll Freude, dass sie schwanger ist. Sie träumt davon, ihr Kind aufwachsen zu sehen, es durch sein Leben zu begleiten. Diese Träume finden jedoch ein jähes Ende, wenn sie erfährt, dass sie lebensbedrohlich erkrankt ist – so wie die 24-jährige Amidah*.

Die junge Frau lebt in Tansania. Als sie ihr drittes Kind erwartet, bekommt sie die Diagnose „Chorionkarzinom“ – ein Krebs, der sich in der Plazenta entwickelt. Amidah ist schockiert. Ihr Kind wird wegen des Tumors nicht zur Welt kommen und ihr eigenes Leben ist in Gefahr.

Diese Krebserkrankung ist in Deutschland sehr selten. In Tansania ist das anders – und wie in vielen afrikanischen Ländern fehlen die richtigen Arzneimittel. Viele junge Frauen sterben deshalb. Dabei ist bei rechtzeitiger Behandlung mit Krebsmedikamenten Heilung möglich!

Lesen Sie hier weiter, wie das Difäm zusammen mit Partnern in der Stadt Moshi hilft, diese Situation zu ändern. Und helfen Sie jetzt mit Ihrer Spende, Leben zu retten! In Tansania und in vielen anderen Ländern, in denen Menschen dringend eine bessere Gesundheitsversorgung brauchen – und mit unserer gemeinsamen Hilfe bekommen können. Vielen Dank!

 

*Name zum Schutz der Person geändert

Krankenversicherung in Afrika

Neun von zehn Menschen in Afrika südlich der Sahara haben keinen Zugang zu einer Kranken- oder Unfallversicherung. Krankheit bedeutet nicht selten eine existenzielle Bedrohung für ganze Familien. Im Ostkongo unterstützen wir daher den Aufbau einer lokalen Krankenversicherung: Die Mutuelle de Santé Canaan, MUSACA.

Gesundheitsarbeit in einer Krisenregion

Zerstörte Gesundheitsstationen und Fachkräfte, die aufgrund schwieriger Arbeits-bedingungen und mangelnder Bezahlung in andere Länder abwandern: Wie baut man in einer instabilen und traumatisierten Krisenregion eine nachhaltige Gesundheitsversorgung auf? Ein fünfköpfiges Team koordiniert die medizinische Arbeit der protestantischen Kirchen im Süd Kivu und setzt Zeichen der Hoffnung im Ostkongo.

Hilfshebammen für eine sichere Geburt

Seit mehreren Jahren unterstützt das Difäm das Evangelische Krankenhaus Koyom in einem Projekt zur Verbesserung der Gesundheit von Müttern und Kindern. Ziel des Projektes ist es, Frauen zu motivieren, zur Schwangerschaftsvorsorge und zur Geburt in eine Gesundheitsstation oder ins Krankenhaus zu kommen.

 

Gesundheit durch Hygiene

In Malawi setzen wir im ASSET-Projekt bei den Stärken und Potentialen (engl. assets) der Menschen in den Dörfern an. Dabei werden Frauen, Männer und Jugendliche aktiv in die Verbesserung ihrer Gesundheitssituation einbezogen.

Kontakt

Isabel Reusch
Isabel Reusch Fundraising Mohlstraße 26 72074 Tübingen Tel. 07071 7049015 Fax: 07071 7049039 reusch@difaem.de

Ich unterstütze das Difäm, weil...

"Zu unserem Lebensstandard gehört eine gute ärztliche Versorgung. Wer hier krank wird, dem kann in der Regel schnell geholfen werden. Im Gegensatz dazu gibt es viele Menschen auf der Welt, denen dies verwehrt ist.
Seit Jahren unterstütze ich die Gesundheitsarbeit des Difäm in den ärmsten und entlegensten Gegenden Afrikas. Es ist mir sehr wichtig, dass die Menschen auch dort Zugang zu guter Gesundheitsversorgung erhalten und damit ein Leben in Würde führen können."

Henry von Bose DD, Tübingen

Spendenflyer

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