Infektionskrankheiten vorbeugen und behandeln

Ein Schwerpunkt unserer Arbeit ist die Prävention und Behandlung von Infektionskrankheiten, insbesondere Malaria, Tuberkulose, HIV und Aids. Dafür fördern wir schützende Maßnahmen, wie die Bereitstellung von Moskitonetzen und Impfungen sowie eine rechtzeitige und richtige Diagnose und Behandlung der Patienten.

Übertragbare Krankheiten

HIV und Aids, Tuberkulose und Malaria

Ausgabe von antiretroviralen Medikamenten
Ausgabe von antiretroviralen Medikamenten

Malaria, HIV und Tuberkulose sind behandelbare und vermeidbare Krankheiten. Sie ge­hören zu den welt­weit am stärksten ver­brei­teten Infektions-Krankheiten, die vor allem in wirtschaftlich armen Ländern weit verbreitet sind und unsere Partner vor große Herausforderungen stellen.

Wir unterstützen unsere Partner vor Ort in der Diagnostik und Behandlung dieser Krankheiten sowie in Maßnahmen zur Vorbeugung. Durch die Zusammenarbeit mit den Partnern erreichen wir auch entlegene Dörfer und Regionen, die sonst ohne Zugang zur Gesundheitsversorgung wären.

HIV und Aids

Aids ist eine Krankheit, die in Folge der Infektion mit dem Human Immunodeficiency Virus auftritt. Das HI-Virus zerstört die Zellen des Abwehrsystems, welches immer schwächer wird. Es kommt zu schwer verlaufenden Infektionen mit Todesfolge.

Die sogenannten Antiretrovirale Therapie (ART) kann die Virusvermehrung im Körper kontrollieren, was Aids vielerorts von einer tödlichen zu einer chronischen Krankheit gemacht hat. Sie ist aber nur bei regelmäßiger Einnahme wirksam und muss lebenslang eingenommen werden. Denn Aids kann nach wie vor nicht geheilt werden. Die ART-Behandlung vermindert jedoch das Risiko einer Infektion von Partnern und Kindern.

 

HIV-Projekt in Indien - Behandlung und Prävention am Duncan Hospital

Selbsthilfegruppe am Duncan Hospital
Selbsthilfegruppe am Duncan Hospital

Menschen, die mit HIV und Aids leben, werden oft ausgegrenzt und diskriminiert. Deshalb brauchen sie umfassende Hilfe, um positiv mit ihrer Infektion leben zu können.
Unsere Partner am Duncan Hospital bauen nicht nur ein gutes Krankenhaus in der Stadt auf, sondern versuchen über ein gemeindebasiertes Vorsorgeprogramm, die Menschen in der Region zu erreichen.
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HIV-Projekt in Südafrika - Lebendige Zeichen der Hoffnung

Ausbildung von Gesundheitshelferinnen
Ausbildung von Gesundheitshelferinnen

Rund zwei Millionen Kinder in Südafrika sind Waisen oder Halbwaisen, weil ihre Eltern an den Folgen des Virus gestorben sind. Immer mehr Kinder sind von HIV und Aids direkt betroffen, weil ihre Mütter den Virus übertragen haben. In einer abgelegenen Region im Osten des Landes unterstützen wir ein häusliches Versorgungs-programm und finanzieren eine Grundausbildung für Frauen in HIV und Aids.

Enge Verknüpfung der HIV- und Tuberkuloseprogramme

Zusammen mit der weltweiten HIV-Pandemie hat sich auch die Tuberkulose wieder weiter verbreitet. Deshalb achten wir in der Projektarbeit darauf, dass HIV- und Tuberkuloseprogramme eng verknüpft sind. Jeder mit Tuberkulose erkrankte Mensch bekommt einen freiwilligen HIV-Test angeboten. Die an Tuberkulose Erkrankten zu finden, stellt die Gesundheitsmitarbeitenden oft vor Probleme. Inzwischen werden aber alle Angehörigen auf eine mögliche Infektion getestet. Von besonderer Bedeutung ist die Durchführung einer korrekten und vollständigen Behandlung. Diese dauert bei der unkomplizierten Tuberkulose sechs Monate.

Da Tuberkulose durch Tröpfcheninfektion übertragen wird, spielen präventive und Hygienemaßnahmen zur Eindämmung der Infektionskrankheit eine wichtige Rolle in der Zusammenarbeit mit unseren Partnern. Dazu gehört auch die Aufklärung der Bevölkerung über die Krankheit und wie man sich schützen kann.

Die Tuberkuloseprogramme unserer Partner sind dadurch gekennzeichnet, dass in der Regel mehr als 85 Prozent der Erkrankten geheilt werden. Dies ist eine Voraussetzung für eine erfolgreiche Kontrolle der Tuberkulose im Sinne der öffentlichen Gesundheitsarbeit.

Malaria - häufigste Todesursache bei Kleinkindern

Malaria ist eine tropische Infektions - und Armutskrankheit. 90 Prozent der Erkrankungen treten in den wirtschaftlich armen Ländern Afrikas auf. Da in diesen Ländern meist keine Krankenversicherungen existieren, verarmen Familien durch die häufigen Erkrankungen, weil sie hohe Ausgaben für Behandlung tragen müssen.

Schnelle und richtige Diagnostik und Behandlung

Jedes Jahr sterben etwa 600.000 Menschen an Malaria, etwa die Hälfte von ihnen sind Kinder unter fünf Jahren. Weltweit wird ein Viertel aller Todesfälle bei Kleinkindern durch Malaria verursacht. Damit ist die Malaria weltweit die häufigste Todesursache bei Kleinkindern. Entscheidend ist bei einer Erkrankung die schnelle und richtige Malariadiagnostik und Behandlung. In unserer Partnerarbeit stehen daher sowohl Präventionsmaßnahmen als auch die Schulung in der Diagnostik und Behandlung von Malaria an erster Stelle. Wir unterstützen unsere Partner dabei, dafür zu sorgen, dass  Schwangere gemäß den nationalen Richtlinien mit Malariamedikamenten behandelt werden und dass die am stärksten betroffene Gruppe der Kinder unter fünf Jahren unter Moskitonetzen schläft.

Insektizide gegen Moskitos

Die Kontrolle der malariaübertragenden Moskitos durch Insektizide ist eine Maßnahme, die wir in Zukunft mit Partnern in Afrika unterstützen möchten. In Mitteleuropa war die Malaria noch bis ins 20. Jahrhundert verbreitet. Erst durch systematischen Einsatz von Insektiziden zur Bekämpfung der Moskitos konnte die Malaria in Europa und einigen außereuropäischen Ländern ausgerottet werden.

Trotz Lepra raus aus der Isolation

In armen Ländern ist Lepra mitnichten eine Krankheit der Vergangenheit. Jährlich gibt es weltweit etwa 250.000 Neuinfektionen. Die Lepramission Esslingen verbessert die Lebensbedingungen der Betroffenen im Tschad und ermöglicht ihnen die notwendige Aufklärung, Diagnostik und Behandlung. Seit 2011 unterstützt das Difäm diese Arbeit.

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Kontakt

Dr. med. Gisela Schneider
Dr. med. Gisela Schneider Direktorin Mohlstraße 26 72074 Tübingen Tel. 07071 7049017 Fax: 07071 7049039 schneider@difaem.de

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