Projekt zur Förderung seelischer Gesundheit in Kirchengemeinden

Wie kann man seelische Gesundheit in Kirchengemeinden zum Thema für alle Gemeindemitglieder machen? Mit Unterstützung der gemeindepsychiatrischen Dienste der evangelischen Gesellschaft (eva) Stuttgart und des Difäm erarbeiten interessierte Gemeinden im Kirchenkreis Stuttgart Angebote zur Betreuung seelisch erkrankter Menschen in den Gemeinden.

Gemeinden als soziales Netz
In dem Projekt zur Förderung seelischer Gesundheit in Kirchengemeinden steht die Sensibilisierung der Gemeindemitglieder für seelische Gesundheit und seelische Erkrankungen im Vordergrund. Für die Unterstützung der Menschen mit psychischen Erkrankungen soll ein starkes soziales Netz innerhalb der Kirchengemeinden aufgebaut werden, in dem sich Betroffene aufgehoben fühlen. Dies das kann wesentlich zur Genesung beitragen. Zu den Maßnahmen, die in den Gemeinden angeboten oder ausgebaut werden sollen, gehören unter anderem:

  • Thematische Gottesdienste
  • Reihen zum Thema psychische Gesundheit/Krankheit im Gemeindeblatt
  • Einrichtung einer Bücherecke zum Thema seelische Gesundheit
  • Bildung von Gesprächsgruppen
  • „Singen für seelische Gesundheit“
  • Erstellen eines Flyers mit einem Überblick über professionelle Hilfsangebote.

Verknüpfung säkularer und kirchlicher Angebote
Das besondere Anliegen des Difäm-Projekts ist die Vernetzung gemeindlicher Ressourcen mit säkularen Hilfsangeboten: Für Gemeindemitglieder ist es wichtig, professionelle nicht-kirchliche Angebote zu kennen. Umgekehrt sollen Mitarbeitende in säkularen Einrichtungen die Angebote und Möglichkeiten der Kirchengemeinden im Blick haben, darauf verweisen und mit ihnen zusammen arbeiten. So können die Gemeinden einen wichtigen und spezifischen Beitrag zur Förderung psychischer Gesundheit leisten und als Vermittler von Lebenssinn und Hoffnung Menschen in besonderen Belastungssituationen Halt geben.

Haupt- und Ehrenamtliche sowie Betroffene gemeinsam aktiv
Die Ansätze, die in kleinen Projektgruppen in den jeweiligen Gemeinde erarbeitet werden, fallen sehr unterschiedlich aus.  In gemeinsamen Sitzungen kommen Haupt- und Ehrenamtliche, Vertreterinnen und Vertreter der professionellen Dienste sowie – wenn möglich – auch Betroffene zusammen und hinterfragen bereits bestehende Hilfsangebote. Sie diskutieren, wie sich die existierenden Angebote besser verknüpfen lassen und wo solche Hilfe noch fehlt oder ausbaufähig ist. Hierfür werden Fragen gestellt wie: Welche Gruppen, Initiativen und engagierten Personen gibt es in unserer Kirchengemeinden, die einbezogen werden können? Mit welchen Einrichtungen und Personen könnten wir uns vernetzen? Wie können wir unsere Ressourcen einbringen und durch Kooperation mit Einrichtungen oder Personen außerhalb der Gemeinde Menschen mit seelischen Erkrankungen und ihre Angehörigen begleiten und unterstützen?

Bei der Erarbeitung und Gestaltung der Angebote werden die Wünsche und Hoffnungen der Menschen mit psychischen Erkrankungen und ihrer Angehörigen mit einbezogen. In den Sitzungen werden sie motiviert, eigene Ideen einbringen.

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