Beschaffung und VersandLieferungen von Arzneimitteln, medizinischem Material und Geräten durch die Arzneimittelhilfe (AMH) des Difäm gehen an Gesundheitsstationen, -einrichtungen und Krankenhäuser in mehr als 90 Ländern der Welt. die AMH ist Beschaffungsstelle für Einrichtungen der evangelischen Kirche wie Brot für die Welt und Diakonie-Katastrophenhilfe, wickelt aber auch Sendungen für Nichtregierungsorganisationen und Aktionsgruppen ab. Zudem werden direkte Lieferungen in Projekte auch durch Spenden des Difäm finanziert. Nur wenige Menschen haben in den wirtschaftlich armen Ländern Zugang zur Basisgesundheitsversorgung. Oft sind die Entfernungen zur nächsten Krankenstation zu weit. Außerdem fehlen in den Krankenhäusern häufig medizinisches Material und Basismedikamente, die eine richtige Behandlung ermöglichen würden. Aber selbst wenn im Krankenhaus alles vorhanden wäre, bedeutet esnicht, dass die Patienten in der Lage sind, die Behandlung und Medikamente zu bezahlen. So bleibt ihnen oft der Zugang verwehrt. Sechzig Jahre nach der Entwicklung der Antibiotika sind Infektionskrankheiten noch immer die häufigste Todesursache weltweit. Rund fünfzehn Millionen Menschen sterben jährlich an Infektionen wie Durchfällen, Masern, Diphterie und Lungenentzündungen, aber auch an Aids, Tuberkulose und Malaria. Vieles davon sind Krankheiten, denen von vornherein durch Impfungen vorgebeugt werden könnte bzw. mit Medikamenten heilbar wären. Aber in vielen Ländern der Welt haben die Menschen keinen Zugang zu einem funktionierenden Gesundheitswesen und zu Medikamenten. Das heißt konkret: Ein Drittel der Weltbevölkerung hat keinen Zugang zu unentbehrlichen Medikamenten, in einigen Gebieten Afrikas und Asiens sind es über die Hälfte.
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